Beratung ist da A und O

Bieten am 24. März im Landratsamt Landsberg Hilfe für Existenzgründer und Jungunternehmer (von links): Hartmut Drexel (Handwerkskammer), Herbert Klein (IHK), Rainer Mahl (Landratsamt), Alexandra Ledermann (Handwerkskammer), Andreas Graf (Landratsamt) und Harald Hof (IHK). Foto: Osman

Geballte Information rund um das Thema Unternehmensgründung gibt es am 24. März im Landratsamt. Von 9.45 bis 16 Uhr findet der Aktionstag „Existenz 2012“ statt, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern zum fünften Mal gemeinsam mit der Handwerkskammer und dem Landratsamt veranstaltet. Obwohl die Zahl der Unternehmensgründer im vergangenen Jahr leicht rückläufig war, rechnen die Organisatoren auch heuer wieder mit regem Zulauf.

Nach den Worten von Herbert Klein, dem Vorsitzenden des IHK-Gremiums Landsberg-Weilheim-Schongau, wagten im vergangenen Jahr 1099 Gründer den Sprung in die Selbstständigkeit und damit 6,9 Prozent weniger als in 2010. „Das Interesse, ein eigenes Unternehmen zu gründen, sinkt immer dann, wenn die Aussichten am Arbeitsmarkt besser werden“, weiß Klein. Hinzu kommen heuer auch noch gravierende Änderungen beim Gründungszuschuss. Wurde er früher bei Vorliegen aller Voraussetzungen grundsätzlich ge­währt, so ist er neuerdings eine Ermessensleistung der Arbeitsagentur. „Öffentliche Gelder können so planvoller eingesetzt und mancher Arbeitslose vor Schnellschüssen bewahrt werden“, erklärte Klein im Rahmen eines Pressegesprächs im Landratsamt. Die IHK fordert allerdings, dass aussichtsreiche Gründer mit einem guten Konzept auch weiterhin die staatliche Förderung bekommen sollen, selbst wenn die Arbeitsagentur den Betreffenden lieber in einem festen Arbeitsverhältnis unterbringen würde. „Beratung ist das A und O für Existenzgründer, und kein Internet-Angebot kann ein Gespräch mit Menschen aus Fleisch und Blut ersetzen“, betonte Hartmut Drexel von der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Deren Beratungsangebot steht Jungunternehmern nicht nur in der Startphase zur Verfügung. „Wir begleiten den gesamten Lebenszyklus eines Betriebes bis hin zum oft schwierigen Thema Nachfolge“, so Drexel. Vor Ort kümmert sich Betriebsberaterin Alexandra Ledermann um die Sorgen und Nöte der Selbstständigen. Sie bietet in den Räumen der Kreishandwerkerschaft regelmäßig Beratungsgespräche an. Ein weiterer Ansprechpartner für Existenzgründer und Betriebsinhaber ist IHK-Referent Harald Hof. Er wird auch bei der Existenz 2012 vertreten sein und das Programm maßgeblich mitgestaltet hat. Es basiert auf den häufigsten Fragen, die Hof in seiner täglichen Praxis unterkommen: Welche Gründungsformalitäten sind zu beachten? Welche Rechtsform ist die richtige? Wie steht es mit Steuern und sozialer Absicherung? Wie sieht ein erfolgversprechender Businessplan aus? Neben Fachvorträgen zu diesen Themen haben Besucher der Existenzgründermesse die Möglichkeit zu persönlichen Beratungsgesprächen. „Die Nachfrage in Landsberg ist größer als in anderen Landkreisen“, so Hof. Gründe seien die Attraktivität des Standorts und der relativ starke Zuzug in die Region. Für Andreas Graf, im Landratsamt zuständig für die Wirtschaftsförderung, leistet der Aktionstag einen wichtigen Beitrag für den wirtschaftlichen Erfolg des Landkreises. Habe man bei der ersten derartigen Veranstaltung noch Angst gehabt, vor leeren Rängen zu stehen, sei inzwischen klar, wie gut das Angebot angenommen werde. Graf: „Ich bin jedes Mal wieder überrascht über den großen Zuspruch.“

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