Bereitschaft am Klinikum – "Gesola" möchte Bereitschaftspraxis eröffnen

Das regionale Ärztenetzwerk „Gesola“ blickt auf ein erfolg- und arbeitsreiches Jahr zurück. Das Vertrauen sei gewachsen, betonte Vorsitzende Dr. Helga Holzfurtner in der ehemaligen Spindler-Villa beim Neujahrsempfang. Mit Blick auf 2009 wird der Verein Bewährtes, wie die themenspezifische Vortragsreihe und die Patientenmappe, weiterführen und sich konstruktiv im Rahmen der Arbeit in Netzwerkgruppen auf die Veränderungen im Gesundheitssystem einstellen.

Zu dem Neujahrsempfang waren Vertreter des Gesundheitsamtes, der Krankenkassen, benachbarter Ärztenetzwerke, des Klinikums, der Politik sowie der Vorsitzende des ärztlichen Kreisverbandes, Dr. Albert Joas, gekommen. Vor versammelter Runde bezeichnete Gesola-Vorsitzende Dr. Holzfurtner das Landsberger Ärztenetzwerk als „eine Art Peergroup, die am Puls der Zeit eine Idee weiterbewegt“. 102 Mitglieder Vor allem sei das Vertrauen gewachsen und es herrsche ein guter Austausch mit der stationären Ärzteschaft. Aktuell kann „Gesola“ 102 Mitglieder zählen, die auch in diesem Jahr von einem weitgehend wiedergewählten Vorstand geleitet werden. Mit Ausnahme vom früheren Schriftführer Dr. Karl H. Moser, der jetzt von Dr. Rainer Bachmann abgelöst wurde, hütet Dr. Florian Müller nun die Finanzen und löst damit Dr. Silke Hesse ab. Ferner habe man im vergangenen Jahre eine GmbH gegründet und damit eine wirtschaftliche Plattform geschaffen, teilte die Gesola-Vorsitzende mit. Damit soll die die Ansiedlung einer Bereitschaftspraxis auf dem Gelände des Landsberger Klinikums vorangetrieben werden. Echte Notfälle und hausärztliche Notfälle sollen auf diese Weise getrennt werden, um die Überlastungen in der Notaufnahme am Klinikum zu reduzieren und Wartezeiten zu verkürzen. Dr. Holzfurtner rechnet damit, dass die Bereitschaftspraxis bereits Mitte des Jahres eröffnet werden kann. Darüber hinaus wird es zu einer Fortsetzung der bereits vergriffenen Patientenmappe, in der Kranke ihre medizinischen Unterlagen sammeln können. Ebenfalls weitergeführt wird die erfolgreiche Vortragsreihe im Rahmen der Gesundheitsinformation. „Wir konnten hier ein großes Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung etablieren und vermitteln“, betonte die Vorsitzende. Neue Themen in dieser Reihen werden heuer Nieren, Neurologie, Diabetes und Notfälle im Kindesalter sein. Die erste Veranstaltung findet am 12. Februar im Landratsamt statt. Thema des Abends: „Was mir an die Nieren geht“. Einen weiteren Schwerpunkt bildet zudem die Arbeit in den so genannten Netzgruppen. Sie widmen sich konkreten Fragestellungen wie „Qualitätsmanagement in der Praxis“ und „Konzepte zur psychosomatischen Prävention“. Mit Blick auf die Veränderungen in der Gesundheitsreform schwor Dr. Holzfurtner die Gesola-Mitglieder darauf „harte Diskussionen“ ein, die letztlich in „gewitzte Lösungen für die Region“ münden würden.

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