Zunehmende Aggressivität

Ohne Security geht es in der Ausländerbehörde nicht mehr

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Zunächst für ein Jahr: ein Sicherheitsdienst soll in der Ausländerbehörde für Recht und Ordnung sorgen.

Landsberg – Die Ausländerbehörde des Landratsamts erhält einen Sicherheitsdienst. Denn gerade in dieser Außenstelle, die vor knapp zwei Jahren aus dem Hauptgebäude in die Lechfeldstraße verlegt wurde, gibt es immer öfter Probleme mit Aggressivität.

Wie Barbara Rösner, Sachgebietsleiterin für Integration, Ausländerbehörde und Asylangelegenheiten, im Kreisausschuss berichtete, sei die Sicherheit der Mitarbeiter teilweise massiv gefährdet. Gespräche mit Kunden würden sich immer öfter zu Auseinandersetzungen und Konflikten entwickeln. „Die Vorfälle reichen von heftigsten verbalen Entgleisungen mit Bedrohungen bis hin zum Versuch, mit Steinen die Glasscheibe des Kundenschalters einzuschlagen.“ Mehrfach mussten bereits die Polizei gerufen und Hausverbote ausgesprochen werden.

Der Kreisausschuss beschloss nun einstimmig, für zunächst ein Jahr einen Sicherheitsdienst zu beauftragen. Dieser soll mit zwei Mitarbeitern während der Öffnungszeiten sowie 15 Minuten davor und 30 Minuten danach präsent sein. Die Kosten betragen rund 96.000 Euro pro Jahr. Landrat Thomas Eichinger (CSU) sieht den Beschluss auch als ein Signal an die Behördenmitarbeiter, dass ihre Sorgen ernst genommen werden. Auf einen entsprechenden Anstoß von Robert Sedlmayr (ÖDP) sagte Rösner zu, dass bei der Ausschreibung die Vergabe an Subunternehmer eingeschränkt werden soll.

Alexander Herrmann (GAL) wollte wissen, wie man die Mitarbeiter des Landratsamts vor Vorfällen in den Asylunterkünften schützen könne. „Je länger Menschen dort ohne Arbeit und ohne Beschäftigung sind, desto größer wird das Problem.“ Rösner berichtete, dass die Außendienstmitarbeiter inzwischen in Zweier- bis Sechsergruppen in die Unterkünfte gehen und Sicherheitswesten tragen, wenn Übergriffe befürchtet werden.

Landsberg steht mit dieser Situation nicht allein da. Auch die Ausländerbehörden in Starnberg, Weilheim, Fürstenfeldbruck, Garmisch und Erding werden von Sicherheitsdiensten geschützt.

Ulrike Osman

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