Der Putz altert

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Einen Eindruck vor Ort konnten sich die Kreisräte von der Lechsporthalle gestern machen. Christian Kusch vom Hochbauamt erläuterte die Sanierungsmaßnahmen.

Landsberg – Gesehen und gekauft: Einige Stunden zuvor hatten die Mitglieder des Kreisausschusses die Lechsporthalle noch besichtigt, dann wurde der Kauf gestern in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Die Stadt hatte sich bereits Mitte Februar für den Verkauf der Turnhalle für rund 950000 Euro an den Landkreis ausgesprochen. Christian Kusch vom Hochbauamt erläuterte vor Ort die geplanten Sanierungsmaßnahmen.

Ein wichtiges Thema sei vor allem der Brandschutz, meint Kusch. Das habe sich bereits gezeigt, als im Herbst Asylbewerber in der Halle untergebracht werden mussten. Aber auch andere Baustellen sind in dem Gebäude vorhanden: Der Boden der Halle ist teilweise gebrochen, kein ausreichender Prallschutz ist vorhanden, die Sanitärbereiche müssen dringend erneuert werden und vieles mehr. Eine Generalsa- nierung dürfte den letzten Schätzungen zufolge etwa 3,1 Millionen Euro kosten. 

Fenster, Wände und Prallschutz müssen in der Sporthalle auf den neuesten Stand gebracht werden, die Stahlteile für den Anprallschutz müssen raus. Die Fassade muss mit einem Wärmeschutz ausgestattet werden. Die „Urfassade“ des denkmalgeschützten Gebäudes soll aber, laut Kusch, nicht verändert werden. 

Im Keller ist die Feuchtigkeit das Problem: Das liegt vor allem am ungewaschenen Lechkies, der verbaut wurde. Dadurch drückt die Feuchtigkeit immer wieder in den Heizungskeller. „Der Putz altert dadurch sehr schnell“, so Kusch. Deshalb muss der Sockel trocken gelegt und saniert werden. Auch von außen müsse man aufgraben und nachverdichten. Außerdem muss am Dach des Gebäudes einiges passieren: Allerdings soll es beim klassischen Kaltdach bleiben, so Kusch: „Das hat dem Dachstuhl die letzten rund 60 Jahre gut getan“. 

Allerdings muss auch hier etwas gegen die Feuchtigkeit getan werden. Die Gauben beispielsweise sind undicht. Diese sollen zwar saniert, aber wegen ihres charakteristischen Aussehens für das Gebäude dennoch erhalten bleiben. Im ersten Stock der Halle befindet sich zudem noch eine ehemalige Hausmeisterwohnung sowie ein Raum, der derzeit von der VHS genutzt wird. Wie diese Räume nun genutzt werden könnten, ist noch offen.

Es besteht außerdem von Seiten des Landkreises damit Einverständnis, dass ein öffentlicher Weg für Fußgänger und Radfahrer von der Lechstraße zum Floßgassenweg ausgewiesen wird – das hatte die Stadt gefordert. Die endgültige Entscheidung fällt der Kreistag in seiner Sitzung am 17. März.

Astrid Erhard

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