Zwei Vereine fürs Ex-JuZe

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In den Jugendräumen des Geltendorfer Bürgerhauses finden künftig der „MGV 1889 Gemischter Chor Geltendorf“ und der Theaterverein „Sing- und Spielgruppe Geltendorf“ eine Heimat.

Geltendorf – Die ehemaligen Jugendräume im Bürgerhaus werden an zwei Vereine vermietet: Gesangverein „MGV 1889 Gemischter Chor Geltendorf“ und der Theaterverein „Sing- und Spielgruppe Geltendorf“. Das hat der Gemeinderat bei fünf Gegenstimmen beschlossen.

Außer den Vereinen hatte auch eine private Musikschule Interesse. Das JuZe war aufgrund immer wiederkehrendem Vandalismus im Novem­ber geschlossen worden war. Der Gemeinderat fand eine gewerbliche Nutzung der Räume jedoch unpassend. Auch die Idee, die Bücherei hierher umziehen zu lassen, war schon im Vorhinein verworfen worden. In ihren jetzigen Räumen im Rathaus habe die Bücherei mehr Platz als im Juze, so Josef Weiß (CSU). „Außerdem hat das Juze drei Ebenen, das ist zu zerpflückt für die Bücherei.“

Robert Sedlmayr (ÖDP) warnte davor, jetzt vollendete Tatsachen zu schaffen. Man solle die Planung für die neue Sporthalle abwarten, die in der Nachbarschaft des Bürgerhauses entstehen solle. „Vielleicht brauchen wir die Räume für ein Gesamtkonzept.“ Das aber würde bedeuten, das Juze womöglich jahrelang leerstehen zu lassen, wandte Christian Scheifele (CSU) ein. “

Einige Räte kritisierten, dass kein neues Angebot für die Jugend geschaffen werde, welches eine Gemeinde wie Gel­tendorf aber benötige. Horst Kürschner (Grüne) brachte das Mehrgenerationenhaus ins Spiel, wofür er von Teilen der CSU Gelächter erntete. Am Ende erhielten die beiden Vereine mehrheitlich den Zuschlag. Mit ihnen soll ein Nutzungsvertrag geschlossen werden, ähnlich denen, die mit anderen Vereinen in der Gemeinde existieren. Die neuen Mieter des JuZe hatten bereits im Vorfeld angeboten, bei der Instandsetzung der Räume mitzuarbeiten. Im Gemeindehaushalt konnten deshalb die Sanie­- rungskosten von 12000 auf 5000 Euro reduziert werden.

Ulrike Osman

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