Marktgemeinde investiert in Radstrecken nach Landsberg und Epfenhausen

Grünes Licht für Kauferinger Radwegausbau

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Zwischen Kaufering und Epfenhausen gibt es überhaupt keinen Radweg. Die Radfahrer müssen bisher die vielbefahrene Landstraße benutzen.

Kaufering – Nach längerer Diskussion aber doch mit breiter Mehrheit hat der Marktgemeinderat den Ausbau der Radwege zwischen Kaufering und Landsberg (mehr dazu auf Seite 2) sowie zwischen Kaufering und Epfenhausen beschlossen. Zwar gibt es bereits einen Radweg zwischen Kaufering und Landsberg entlang der Augsburger Straße. Der gilt jedoch als problematisch und unfallträchtig.

Die Marktgemeinde erhofft sich durch diesen Projektbeschluss eine erhebliche Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Für den Ausbau ist die Abrufung von Fördermitteln möglich. Bei der Marktgemeinde verbleiben nach dem derzeitigen Wissensstand dann noch Kosten in Höhe von rund 120.000 Euro für den Radwegausbau nach Landsberg und weitere 215.000 für den Ausbau nach Epfenhausen.

Der Ausbau der Radwege wird als investive Klimaschutzmaßnahme vom Projektträger „Jülich“ mit 50 Prozent gefördert. Darüber hinaus wird jede der beiden Maßnahmen mit einem Festbetrag von 40.000 Euro vom Landkreis Landsberg gefördert. Die Zuschussanträge müssen bis Ende März 2018 gestellt werden. Der Bewilligungszeitraum beträgt zwei Jahre. Trotzdem will die Marktgemeinde die Maßnahmen bereits im nächsten Jahr durchführen.

Mit der Stadt Landsberg, dem Landkreis sowie der Gemeinde Penzing, zu der Epfenhausen gehört, seien bereits Abstimmungsgespräche geführt worden, heißt es in der Ratsvorlage. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sei in die Vorbereitungen einbezogen worden. Der Ausbau der Radwege soll als Gemeinschaftsmaßnahme vom Markt Kaufering federführend durchgeführt werden.

Die Linienführung nach Landsberg geht über einen bestehenden Feldweg östlich der Bahnlinie und mündet bei der AOK an der Josef-Kloo-Straße in das Landsberger Straßennetz. Richtung Epfenhausen sieht der Plan vor, nördlich der Bahnlinie München-Lindau zu bauen. Auf Epfenhauser Seite soll der Radweg nördlich des Solarfeldes verlaufen.

Der ADFC hatte bemängelt, dass es zwischen Kaufering , Epfenhausen und Weil keinen Radweg gibt. Die Radfahrer seien gezwungen, auf der verkehrsreichen LL22 und der Staatsstraße 2052 zu fahren oder einen großen Umweg zu nehmen. Der Ausbau des Feldweges entlang der Bahntrasse zwischen Kaufering und Epfenhausen sowie der Ausbau des bereits vorhandenen Wirtschaftsweges zwischen Epfenhausen und Weil, so schreibt der ADFC, stelle eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung des Radwegenetzes dar.

Die bereits bestehende Verbindung zwischen Kaufering und Landsberg entlang der Augsburger Straße gilt beim ADFC als problematisch und unfallträchtig. Der Ausbau der Alternativstrecke wird vom Fahrradclub als wichtige Verbindung für alle Radfahrer eingestuft, die den Weg entlang der Augsburger Straße vermeiden wollen.

Mit dem Projektbeschluss wird Bürgermeister Erich Püttner beauftragt, mit der Gemeinde Penzing und der Stadt Landsberg entsprechende Vereinbarungen abzuschließen und die Fördermittel zu beantragen. Desweiteren wird die Verwaltung ermächtigt, die Maßnahmen mit einem geeigneten Ingenieurbüro zu planen und die notwendigen Gutachten einzuholen. Die Kosten sind in den Haushalt 2018 einzuplanen.

Siegfried Spörer

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