78-Jähriger endlich im Ruhestand

Mit dem Segen von oben

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Bei der Verabschiedung des dienstältesten Postzustellers Deutschlands in St. Ottilien (v. links): Br. Markus Weiß (Klosterverwaltung), Thomas Kienle und Dietmar Glöckle (Post), Ruheständler Br. Adalbert Scharpf und Bruder Josef Götz (Cellerar).

Landkreis – „Das gibt es nur einmal, dass ein Mönch im Postdienst so lange arbeitet“, sagte der Augsburger Post-Betriebsrag Dietmar Glöckle bei der Ehrung seines Kollegen in St. Ottilien. Nach 40 Dienstjahren wurde Bruder Adalbert Scharpf (78) jetzt als Postzusteller in den Ruhestand verabschiedet.

Immer ein freundliches Wort auf den Lippen verteilte Br. Adalbert, den viele als Pförtner des Klosters kennen, täglich zu Fuß und auf dem Rad im Klosterhof die Post – vom Gymnasium bis zum Kloster und in den Betrieben. Größtenteils wird es dabei auch bleiben, denn im weitläufigen Gelände von St. Ottilien, will der gebürtige Wörishofener weiterhin die Hauspost verteilen. Als Pförtner ist er zusätzlich weiterhin Tag für Tag im Dienst für die Gemeinschaft und hat auch außerhalb dieser Aufgabe viel zu tun. „Da wird es mir nie langweiligt“, so Br. Adalbert. Von Ruhestand also keine Rede.

Er habe „absoluten Respekt vor dieser Lebensleistung“, bedankte sich Thomas Kienle, Betriebsleiter des Post-Stützpunktes in Landsberg, bei dem Ottilianer Postboten für die langjährige Treue. Und Dietmar Glöckle hob hervor, dass es deutschlandweit keinen Postboten gebe, der über sein 67. Lebensjahr hinaus gearbeitet habe. „Das geht nur mit dem Segen von oben“, ergänzte der 78-Jährige, der sich bei seinem Arbeitgeber nie krankgemeldet habe.

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