Besser als befürchtet

Mit vollem Einsatz bei der Sache: Florian Stücker (TSV Landsberg, rotes Trikot) hält seinen Gegenspieler in Schach. Foto: Krivec

Im ersten Spiel der neuen Handballsaison in der Landesliga Süd mussten sich die Handballer des TSV Landsberg am Samstag dem SC Kissing mit 23:27 Toren geschlagen geben. Dabei präsentierte sich die nach vielen Abgängen weitgehend neuformierte Mannschaft schon als geschlossene Einheit und zeigte über die ganze Spielzeit hohe Moral und kämpferischen Einsatz.

Gerade mit den jungen, unerfahrenen Spielern und den aktuellen Ausfällen im Stammpersonal, sahen doch viele im Vorfeld die Gefahr einer deutlichen Niederlage. Aber die Truppe hielt auch in dieser Besetzung erstaunlich gut mit und hätte mit etwas mehr Glück auch ein Remis erreichen können. Die Nervosität war vielen Landsberger Akteuren in den ersten Minuten deutlich anzumerken. So legte auch Kissing vor, Landsberg antwortete aber prompt. Die offensive Abwehr störte die Kissinger Aktionen erfolgreich und im Tor bot Rückkehrer Andi Horn eine starke Leistung. Am deutlichsten waren die personellen Veränderungen im Angriff zu spüren. Da fehlte bei vielen Aktionen noch die routinierte Sicherheit und von Halbpositionen ging zu wenig Torgefahr aus. Da aber Roman Müller auf Linksaußen zu Höchstform auflief und druckvoll immer wieder traf blieb man dran. In der 16. Minute erzielte der 17-jährige A-Jugendliche Florian Kullmann in seinem ersten Seniorenspiel auch gleich seinen ersten Treffer (6:8). Als dann Kissing in der Landsberger Abwehr immer mehr Lücken fand und auf 6:10 wegzog (19.) sah es doch nach einer heftigen Klatsche aus. Aber die Landsberger steigerten sich hinten und nutzen die Gegenstöße. So holte man schnell auf und konnte mit einem 12:12 in die Pause gehen. Die zweite Hälfte begann mit der Landsberger Führung, die man jedoch nicht ausbauen konnte. Der TSV brauchte einfach immer zu lange, um zu einem Treffer zu kommen. Aber die Partie blieb trotzdem offen (15:15/38.). Dann fingen sich die Landsberger direkt hintereinander zwei Strafzeiten ein. Die erste konnte man noch einigermaßen überstehen, aber in der zweiten spielte Kissing seine Routine aus und zog auf 15:18 weg (41.). Die Partie wurde nun zunehmend emotionaler geführt. Der A-Jugendliche Max Matzer-Kernich brachte jetzt mehr Druck in die Angriffe, und mit vereinten Kräften hielt der TSV den Abstand (20:23/54.), konnte aber nicht mehr aufschließen. In den Aktionen fehlter dazu doch immer wieder die Effizienz und manchmal auch das Glück. Einfache technische Fehler nutzte Kissing in der Schlussphase, um den Vorsprung auszubauen (21:27/57.). Aber Aufgeben gab es für die Gastgeber nicht, sie kämpften bis zur letzten Sekunde. Der Lohn: Der TSV verkürzte noch auf 23:27. „Heute war es mir wichtig, dass die Mannschaft Geschlossenheit und Kampfgeist zeigt, das hat sie hervorragend gemeistert“, zeigte sich der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung der Seinen. „Klar läuft bei uns vieles noch nicht rund, da fehlen uns noch mindestens zwei Monate Vorbereitungszeit. Aber das ist ja auch eigentlich eine neue Mannschaft, wir müssen weiter schnell lernen und im Spiel kämpfen, dann werden wir auch punkten.“ Nächsten Samstag gibt es dann im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Eichenau die nächste Gelegenheit, die ersten Punkte einzufahren. Mit einem vollzähligen Kader stehen die Chancen dazu wohl besser. Das Spiel findet um 16 Uhr im Sportzentrum statt.

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