"Besser kann man nicht starten!"

Wie immer glänzend aufgelegt: Roland Hanemann (vorne) ließ in der Partie gegen Geretsried so manchen Gegenspieler buchstäblich ins Leere laufen. Foto: Krivec

Die knapp 400 Zuschauer in der Landsberger Eishalle haben am Sonntag fürwahr eine Menge geboten bekommen: Die spannende Landesliga-Partie gegen den ESC Geretsried entschied der HC Landsberg mit 3:2 (0:1, 1:0, 2:1) für sich und im Duell der Riverkings gegen die Riverrats gab es jede Menge Diskussionsstoff.

Dafür sorgten nicht zuletzt die beiden Schiedsrichter, die mit kuriosen Fehlentscheidungen auffielen. Einem eindeutigen Treffer der Landsberger, als die Scheibe wieder aus dem Tor heraussprang, verweigerten sie die Anerkennung. Auf der Gegenseite gaben sie auch ein Tor nicht, als Geretsrieds Köhler den Puck eindeutig im rechten Winkel untergebracht hatte. Geradezu absurd wurde es, als die Kapitäne beider Mannschaften auf die Strafbank geschickt wurden, obwohl sie in der entsprechenden Szene gar nicht auf dem Eis waren. Das selbe Schicksal ereilte HCL-Stürmer Ferdi Speckamp, der zu zwei Minuten verdonnert wurde, obwohl er nicht eine Sekunde gespielt hatte. Speckamp trug es mit Fassung und auch die restlichen Spieler ließen sich von dem Durcheinander um die Entscheidungen der Referees nicht weiter beeindrucken. So lag es dann auch nicht an den Unparteiischen, dass die Riverkings nach dem ersten Drittel mit 0:1 hinten lagen. Michael Falkenberger im Landsberger Tor ließ überraschend einen Schlenzer von Martin Köhler von der blauen Linie passieren und dank mehrerer Unachtsamkeiten seiner Vorderleute geriet er auch in den Minuten danach immer wieder in den Blickpunkt. „Das Drittel haben wir komplett verschlafen“, gestand Kapitän Markus Haschka, „da hätten wir auch höher hinten liegen können.“ In der ersten Pause gab es in der Kabine eine entsprechende Ansage der Trainer Dollhofer und Hicks – und die wirkte offensichtlich. Vom Bully weg drückten die Gastgeber Geretsried nun ins eigene Drittel und erarbeiteten sich Chancen im Dutzend, gestalteten dabei lediglich manchmal den Abschluss etwas zu umständlich. Als es kompliziert nicht funktionierte, machte es Ali Endres einfach und setzte die Scheibe mit einem ansatzlosen Schuss zum Ausgleich neben den Pfosten. „Man hat dann schon gesehen, dass wir die bessere Mannschaft waren“, so Haschka. Das war dann auch beim Treffer zum 2:1 zu Beginn des Schlussdrittels sichtbar. Eine schöne Kombination mit Ville Dollhofer und Christian Augst schloss Michael Hess souverän ab. Auch vom Ausgleich durch Lechner nach einem Abwehrschnitzer (53.) ließen sich die Riverkings nicht mehr stoppen. In den letzten Minuten gaben sie noch einmal richtig Gas – erneut legte Augst dann in der 58. Minute auf und erneut traf Hess zum 3:2-Endstand. „Keine Ahnung, was die in Australien mit ihm gemacht haben, er ist ja in beängstigender Form“, stellte Markus Haschka fest. Der Kapitän ist insgesamt zufrieden: „Zwei Spiele, zwei Siege, viele Zuschauer, besser kann man nicht starten.“ Die Erfolgsserie will der HC Landsberg am Sonntag (17.15 Uhr) in Fürstenfeldbruck ausbauen. „Auch wenn da noch zehn Leute dabei sind, mit denen ich dort gespielt habe, die Punkte nehmen trotzdem wir mit“, gibt Haschka die Parole aus. Fürstenfeldbruck ist mit zwei Siegen und einem Unentschieden in die Saison gestartet. Weder bei diesem Spiel noch bei den nächsten werden allerdings zwei HCL-Akteure dabei sein. Mattias Schillers Verletzung stellte sich als so schwer wie befürchtet heraus: Schultereckgelenkssprengung und alle Bänder gerissen. Schiller ist bereits opierert und sagt: „Ich kann wenigstens schon wieder Semmeln schmieren und Türen aufmachen, aber mehr noch nicht.“ Die Saison ist für ihn beendet. Länger fehlen wird auch Michael Eierschmalz. Er zog sich in einem Spiel für den Kooperationspartner Denklingen einen Fußbruch zu.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Lisa will Bierkönigin sein
Lisa will Bierkönigin sein
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl
Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl

Kommentare