Besser als der Nockerberg

Die Apfeldorfer Trachtenkapelle sorgte bei ihrem Frühjahrskonzert für ein volles Haus. Foto: Schmid

Ein abwechslungsreiches Programm bot die Apfeldorfer Trachtenkapelle jüngst beim Frühjahrkonzert in der voll besetzten Mehrzweckhalle. Neben traditioneller Blasmusik spielten die Musiker auch Swing, klassische Musik, sinfonische Blasmusik und Spirituals.

Nach dem Auftakt mit dem Marsch „Ja das ist Musik“ von Franz Watz bekam das Publikum in der voll besetzten Mehrzweckhalle schon gleich eines der ersten Highlights präsentiert: Einen Ausschnitt aus dem Musical „Das Phantom der Oper“. Und einen der nächsten Höhepunkte schoben die Musiker unter der Leitung von Dirigent Georg Kölbl junior gleich nach und beeindruckten mit „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss, das durch die gekonnten Instrumentenwechsel quasi ein musikalisches Naturschauspiel in die Halle zauberte, wobei das Grummeln der Celli bei der Apfeldorfer Blaskapelle die Tenorhörner übernahmen. Mit einem grandiosen Schlagzeugsolo glänzte Robert Zwick bei Dick Ravenals „Kings of swing“: Der Solist ließ es so richtig krachen und zeigte wieder mal sein ganzes Können. Das hätte sicher auch den richtigen Königen der Jazzmusik aus der Big Band-Zeit gefallen. Reichlich Beifall erntete nicht nur Zwick, sondern auch die anderen Solisten – zum einen Michael Beinhofer, der mit seiner Posaune das äußerst anspruchsvolle klassische Solo-stück der „Bayerischen Polka“ meisterte, zum anderen Claus Walser und Stefan Socher, die mit dem Solo für Flügelhorn und Bariton beim Walzer „Aus der Heimat“ (Kurt Pascher) überzeugten. Einen sehr gelungenen „Beitrag zur Apfeldorfer Dorferneuerung“, wie Vorstand Helmut Ehle schmunzelnd anmerkte, leisteten die Musiker mit der holländischen Blaskomposition „The new village“ von Kees Vlak: Mit dem Stück zeichnete die Kapelle musikalisch die Entstehung eines Dorfes – mit einem gekonnten Wechsel zwischen den ruhigen, getragenen und den lebendigen Passagen. Gleich zweimal hintereinander spielte beim Konzert der Begriff „Kommandant“ eine große Rolle: Erst beim Stück „Unser Kommandant“, dem Marsch der tschechischen Volksarmee, den die Musiker dem Apfeldorfer Feuerwehrkommandanten Heini Baab widmeten – und gleich danach bei der Ehrung, als dann der „Kommandant“ der Trachtenkapelle, Georg Kölbl, für 25 Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet wurde. Stimmung brachte die Kapelle mit einem Medley aus flotten Welthits von Bill Ramsey in den Saal. In einem weiteren Medley waren die bekannten Volkslieder „Swing Low“, „Banks of Ohio“ und „Amen“ zu hören. Vorstand Helmut Ehle wusste in seinen Ansagen immer interessante – teils auch sehr amüsante – Anekdoten über die einzelnen Stücke zu berichten. Ein Lob bekam die Kapelle vom stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Arthur Keck, der verkündete: „Wenn ich an Starkbier denke, denke ich nicht an den Nockherberg, sondern an Apfeldorf – da läuft das bessere Programm.“

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