Bestens vorbereitet

Neuzugang beim Landsberg Express: Quarterback Jason Bertrand (Mitte) mit Coach Stefan Neblich (links), Präsident Knut Dins (rechts) und den Cheerleadern. Foto: Kruse

Jason Bertrand zeigt schon vor dem ersten Spiel vollen Einsatz: Um 17 Uhr landete der neue Quarterback des Landsberg X-press nach neunstündigem Flug in Deutschland, zwei Stunden später stand er mit seinen neuen Mannschaftskollegen schon zum ersten Training auf dem Platz.

Der 23-jährige Kanadier lebt seit seiner Kindheit für American Football, das wird schnell deutlich. Am Samstag sah er sich das Flag-Turnier des X-Press-Nachwuchses in der Isidor-Hipper-Halle an, danach ging es mit dem neuen Coach Stefan Neblich zur Besichtigung des Quartiers für das anstehende Trainingslager. Seit 14 Jahren spielt Bertrand, und – im Unterschied zu einigen Kandidaten, die in der jüngeren Vergangenheit in Landsberg waren – hat er nie etwas anderes als Quarterback gespielt. Geboren in Burlington (Ontario), spielte er für die High School in Notre Dame (New Brunswick), danach für die Burlington Braves in der Ontario Football Conference. Dort machte sich Bertrand schnell einen Namen und wurde 2010 zum besten Quarterback der Liga gewählt. Die Landsberger dürfen sich auf einen guten Spielmacher freuen, der passsicher sein soll und auch gerne selbst einmal läuft, Bertrand wiederum freut sich auf die nächsten Monate. „Ich bin noch nicht viel herumgekommen in meinem Leben“, sagt der 23-Jährige. „Das wird für mich eine ganz neue Erfahrung, es hat mich einfach gereizt, die andere Seite der Welt zu sehen.“ Bis August wird er in Landsberg sein, doch auch wenn er diese Zeit als Urlaub betrachtet, verfügt er über einen gehörigen Ehrgeiz. „Ich sehe das als einen weiteren Schritt vorwärts für mich in Richtung professionellem Football.“ Das Ziel für sich: „Ich will mich hier weiter verbessern.“ Das Ziel mit dem X-Press: „Ich will aufsteigen.“ Zumindest die Play-Offs gibt auch Trainer Stefan Neblich als Ziel vor, warnt aber: „Das ist in diesem Jahr eine sehr schwere Liga.“ In seinem eigenen Team sei zwar Talent da, „aber es gibt schon noch viel Arbeit. Und auf einigen Positionen sind wir schwach besetzt. Für die Defensive Line und die Offensive Line könnten wir schon noch Verstärkung gebrauchen.“ An seinem Engagement lässt der 36-Jährige, der schon von 1997 bis 2000 in Landsberg spielte und zuletzt Defense-Line-Trainer in München war, ebenfalls keinen Zweifel auftauchen. Von Rosenheim zog er nach Penzing, „damit ich mich zu hundert Prozent auf die Aufgabe konzentrieren kann.“ Das überzeugte auch Präsident Knut Dins, der den Kontakt zu Neblich über die Jahre nie abreißen ließ, dass er den richtigen Mann an der Angel hat: „Dass er nicht nur zum Training herkommt, sondern sich um mehr kümmern kann, war ein Bonus für ihn“. So ist das Engagement auch auf längere Zeit ausgelegt. „Wegen einem halben Jahr zieht man ja nicht mit der Familie um“, stellt Neblich klar. „Wir haben uns auf eine klare Aufgabe geeinigt. Ich würde hier gerne langfristig mit der Jugend und den Erwachsenen arbeiten und in Landsberg etwas aufbauen.“ Das wäre dann das nächste Ziel: „Ich will Landsberg wieder zu der Macht im Süden machen, die es schon einmal war.“

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