Zu Besuch in privaten Gärten

Den „Garten der Generationen“ (Fotos) der Familie Zikeli in Vilgertshofen-Stadl werden am Sonntag auch Regierungspräsident Hillenbrand und Landrat Eichner besuchen. Fotos:

Nach den großen Erfolgen in den letzten Jahren findet am kommenden Sonntag bereits zum 13. Mal der „Tag der offenen Gartentür“ statt. Ziel der bayernweiten Aktion ist es, an einem Tag gelungene, verschiedenartige Gartenbeispiele kostenfrei der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Durch die dabei entstehenden Gespräche soll der Kontakt und der Gedankenaustausch zwischen den Freizeitgärtnern, den Gartenbauvereinen, der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege sowie den Firmen des Garten- und Landschaftsbaus intensiviert werden. Acht Gärten im Landkreis und der Schacky Park in Dießen stehen offen.

Das Hobby „Gärtnern“ zählt in Deutschland und auch im Landkreis zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. „Garten­ge­staltung wird zunehmend wichtig als Ausdruck der Persönlichkeit“, weiß Susann-Kathrin Huttenloher, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Landsberg. Als Schirmherr der Veranstaltung wird Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, der die Veranstaltung seit fünf Jahren mit großer Begeisterung begleitet und unterstützt, am Tag der offenen Gartentür im Landkreis Landsberg weilen. Gegen 14.30 Uhr will er mit Landrat Walter Eichner den „Garten der Generationen“ der Familie Zikeli in Vilgertshofen-Stadl besuchen. Der Landkreis Landsberg und der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege, der sich alle drei Jahre am Tag der offenen Gartentür beteiligt, sind dieses Mal mit acht Gärten und dem Schacky-Park dabei. „Die Ausgangssituation, die Lage im Ort, die Besitzer und deren Bedürfnisse sind verschieden und so sind es auch die Gärten“, beschreibt Huttenloher. Die Besucher hätten an diesem Tag die Möglichkeit mit Wissen, Phantasie und Liebe gestaltete, gepflegte und genutzte, vielfältige und vorbildliche Gärten zu besuchen und gefüllt mit vielen neuen Ideen und Anregungen für die Gestaltung des eigenen Gartens heimzukehren. Die offenen Gärten • Landsberg, Rotdornstraße 1: Kräuter und Kunsthandwerk. Gegen (fast) alles ist ein Kraut gewachsen. Hiltrud Schuster ver­fügt über ein umfangreiches Wissen und Erfahrung über die Behandlung verschiedener Leiden mit Kräutern, die sie selbst im Garten anbaut. Aus den über 40 verschiedenen Kräutern entstehen Tees, alkoholische Auszüge und viele andere Produkte, die im Garten präsentiert werden. Hiltrud Schuster ist zudem Kunststickerin und gestaltet schöne Gartenbilder auch mit der Nadel. • Kaufering, Westendstr. 26: Genießergarten und Metallbaukunst. Mit viel Liebe zum Detail hat Familie Reiter ihren Garten angelegt. Je nach Sonnenstand und Jahreszeit lässt sich der Haupt- und Vordergarten von verschiedenen Sitzplätzen aus genießen. Neben Gemüsegarten und Gewächshaus bereichern Obstspalier, Gartenteich und Laufenten das Gartenbild. Die familieneigene Metallbaufirma stellt unter ande­- rem handgefertigte Rosenbögen, Rankgitter und Obeliskenaus Stahl her, die im Garten der Familie ausgestellt sind. • Kaufering, Westendstraße 9: Artenvielfalt im Hausgarten. Der weitgehend naturbelassene Garten von Marga Frösel beherbergt viele essbare Genüsse für Mensch und Tier: Obstbäume, Brombeeren, Gemüsebeete und Kräuter. Dazwischen stehen zahlreiche Stauden, Wild­- blumen und Rosensträucher. Der etwa 800 Quadratmeter große Garten beherbergt mehr als 500 Tier- und Pflanzenarten. Die Familie Frösel sieht es als ihren Beitrag für eine gesunde Umwelt an, ihren Garten weitgehend naturnah zu belassen. Angesichts der Tatsache, dass alle deutschen Hausgärten zusammengerechnet eine größere Fläche ergeben als alle deutschen Naturschutzgebiete, eine überdenkenswerte Alternative. • Hofstetten, Schulstraße 9: Obst und Hühner. Welche Apfel-, Birnen- und Zwetschgensorten in den Landkreis Landsberg passen und wie man sie veredelt, das weiß Georg Reiber. Von den 40 Apfel- und 15 Birnensorten können sich bis zu fünf verschiedene Sorten auf einem Baum befinden. Hinzu kommen rote Trauben mit Erdbeeraroma, Kiwi und Hühner mit Federschuhen, die den Obstgarten düngen aber nicht umarbeiten. • Hagenheim, Kapellenstr. 20. Schwimmteichparadies. Wer sich für einen Schwimmteich interessiert, kann bei Walter Lutz im Garten sehen, wie es funktioniert. Wie durch einen Laubengang aus Blauregen, wildem Wein, Geißblatt und Knö­- terich betritt man den Garten, der mit seinen durch Blütensträucher und Gräser abgeschirmten Sitz- und Liegeflächen zum Schwimmen und Verweilen einlädt. • Vilgertshofen-Stadl, Raiffeisenstraße 2 und 4: Garten der Generationen. In der Ortsmitte von Stadl befindet sich der renovierte Bauernhof der Familie Zikeli mit zwei bunten, natürlichen Gartenteilen, die drei Generationen und der Familienhund gestalten und nutzen. Zu Kletterrosen, Clematis, Obstbaum und Gemüsebeeten auf der einen Seite gesellen sich Obstbaum, Mammutbaum, Weide, Blütensträucher, Stauden, Gartenteich und Laufenten auf der anderen Seite. In diesem Garten finden auch Kultur-­ Ereignisse und Veranstaltungen statt wie etwa Konzerte, kulinarische Theateraufführungen oder Märkte wie der „Sommernachtstraum“ und ein Weihnachtsmarkt. Info: www.kultur-stadl.de. • Utting, Eduard-Thöny-Straße 36: Im Schatten großer Bäume. Am Ammersee im Schatten einer großen Blutbuche befindet sich der Garten von Bernd und Carola Wollmann. Der prächtige Baum mit seiner ausladenden Krone prägt den Garten und bestimmt die Pflanzenauswahl der Beete und den Charakter des Gartens. Neben vielen Frühjahrsblühern und typischen Schattenstauden finden sich aber auch Rosen, Pfingstrosen und Stauden in den Beeten, die man dort nicht vermuten würde. • Utting: Joh.-Keller-Weg 27: Zierde und klare Formen. Der Garten der Familie Nietz strahlt mit seiner Eibenhecke, dem Gartenteich und der großzügigen Rasenfläche viel Ruhe aus und lädt zum Entspannen ein. Hinzu kommen Rosen und Stauden, eingefasst mit Buchs und eine Weinlaube, die im Sommer kühlenden Schatten spendet. Verschiedene Sitzplätze ermöglichen das Genießen des Gartens aus verschiedenen Blickwinkeln. • Dießen: Schacky Park. Vor mehr als 100 Jahren legte Freiherr von Schacky am südlichen Ortsrand von Dießen einen prachtvollen Landschaftspark im englischen Stil an. Verschlungene Wege führen zu einem japanisch anmutenden Teehaus, einem Monopteros und einem Teich mit Kaskaden. Freie Wiesenflächen wechseln mit markanten Baumgruppen, Kräuter- und Wiesenblumen wachsen in natürlicher Umgebung. Nach einer wechselvollen Geschichte, in der der denkmalgeschützte Park mehr sich selbst überlassen war, widmet sich der Förderkreis Schacky-Park seit geraumer Zeit der Restaurierung. Er bietet für kommenden Sonntag kostenfrei Führungen um 12, 14 und 16 Uhr an. Zudem gibt es am Entenhaus Kaffee und Kuchen. Alle acht Gärten im Landkreis und der Schacky Park sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Broschüren mit allen teilnehmenden Gärten in Oberbayern und somit auch im Landkreis Landsberg liegen im Landratsamt und in den Gemeindeverwaltungen aus. Weitere Informationen gibt es auf www.gartenbauvereine-oberbayern.de. Wer mit seinem eigenen Garten an der nächsten Aktion teilnehmen möchte, sollte sich an die Kreisfachberaterinnen für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt, Susann-Kathrin Huttenloher und Monika Sedlmaier, Tel. 08191/129313, oder an die örtlichen Gartenbauvereine wenden.

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Umzug startet mit Schreck
Umzug startet mit Schreck
Landsberg verzeichnet massive Preissteigerung bei Grund & Boden
Landsberg verzeichnet massive Preissteigerung bei Grund & Boden
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare