Mit bis zu drei Promille unterwegs

Bewährung für Mehrfachtäter

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Viermal wurde der Hurlacher betrunken hinter dem Steuer erwischt.

Landsberg – Mehrfach erwischt: Am vergangenen Montag kam es zur Verhandlung gegen einen 54-jährigen Hurlacher, der von der Polizei viermal unter Alkoholeinfluss hinter dem Steuer erwischt worden war. Bereits beim ersten Vergehen hatten ihm die Beamten den Führerschein entzogen. Wegen des guten Willens des Angeklagten zeigte sich Richter Alexander Kessler milde und verhängte eine Bewährungsstrafe mit 3.000 Euro Bußgeld sowie ein dreijähriges Fahrverbot.

Im April des letzten Jahres – rund zehn Tage nach einer vorherigen Bewährungsstrafe – setzte sich der Angeklagte mit einem Wert von 1,16 Promille hinter sein Lenkrad. Auf dieser Fahrt wurde er von der Polizei angehalten; nach einem Alkoholtest entzogen ihm die Beamten den Führerschein. Bereits einen Tag später wurde er erneut unter starkem Alkoholeinfluss mit seinem Auto auf einem Feldweg angetroffen. Dabei wurden 2,98 Promille in seinem Blut festgestellt. Im August verursachte er während einer Fahrt unter Einfluss von 3,39 Promille einen Schaden von rund 1.500 Euro, der bereits von ihm beglichen wurde. Ende September wurde er zuletzt unter Alkoholeinfluss in einem Fahrzeug angetroffen. Ein Test ergab 2,63 Promille.

Der Angeklagte führt sein Fehlverhalten auf die Streichung seines Arbeitsplatzes und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit zurück. Sein Verteidiger Johann Feller fügt noch an, dass es Probleme mit Mobbing gegeben haben soll. Zudem deutet er auf das positive Verhalten des Angeklagten hin, der nach den Vorfällen eine Therapie begonnen und diese im Januar erfolgreich beendet hatte. Das rechnet ihm auch der Staatsanwalt Stephen Soßna an, forderte allerdings trotzem vier Jahre Bewährung und fünf Jahre Sperre der Fahrerlaubnis. Dass dies kontraproduktiv für die laufenden Bewerbungen des Angeklagten sei, sah Richter Kessler ein. Er verhängte eine dreijährige Sperre, ebenso eine Bewährungszeit von drei Jahren statt einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren. Zudem soll er, neben regelmäßigen Alkoholtests, weiter zur Therapie gehen und an die Caritas 3.000 Euro zahlen.

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