Eröffnung am Donnerstag:

Zwei neue Tageskliniken am Psychiatrie-Standort Landsberg

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Die beiden psychiatrischen kbo-Tageskliniken in einem Haus (Foto) neben direkt neben dem Klinikum Landsberg werden morgen offiziell ihren Betrieb auf.

Landsberg – Der Psychiatriestandort direkt neben dem Klinikum Landsberg ist ab Donnerstag gleich um zwei Einrichtungen ausgebaut: Die Lech-Mangfall-Kliniken sowie das Heckscher-Klinikum, beide Töchter des Kommunalunternehmens der Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo), weihen in einem 5,3 Millionen Euro teuren Neubau ihre Tageskliniken ein. Heckscher hält 15 Plätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie vor, Lech-Mangfall 15 Plätze, davon zwölf für die Alterspsychiatrie sowie drei für die Mütter-Kind-Behandlung. Die Bauzeit betrug knapp eineinhalb Jahre.

Nachdem seit Jahren von vielen Akteuren im Bereich der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung für den Landkreis und die Stadt Landsberg die Realisierung eines Standortes der kbo-Heckscher-Klinikum gGmbH gefordert wurde, ist es jetzt soweit: Die neu entstandene Tagesklinik mit angeschlossener Institutsambulanz sowie einer Schule wird am Donnerstag ab 12 Uhr in Betrieb genommen.

Die alterspsychiatrische Einrichtung mit ihren zwölf Plätzen und die Mutter-Kind Einrichtung mit den drei Plätzen seien eine „sinnvolle und dringend benötigte Erweiterung“ der kbo-Lech-Mangfall-Klinik Landsberg, dem Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, so Pressesprecherin Barbara Falkenberg.

Die neuen Einrichtungen würden das bisher für die Region bestehende kinder-, jugend- und alterspsychiatrische Versorgungsangebot deutlich verbessern und seien ein weiterer, wichtiger Schritt innerhalb des kbo-Kommunalunternehmens, wohnortnah und zuverlässig die psychiatrische Versorgung in Oberbayern zu sichern und zu optimieren.

Das zweigeschossige Gebäude direkt neben den Personal- und Verwaltungsgebäuden des Klinikums Landsberg bietet beiden Tageskliniken einen gemeinsamen Eingang mit getrennten Einheiten. Die Bruttogesamtfläche der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Tagesklinik beträgt mit 1.088 Quadratmetern etwas mehr als die der alterspsychiatrischen Einheit mit 1.061 Quadratmetern.

Da die Patientenzahlen und die Nachfrage nach teilstationären sowie ambulanten Plätzen und Therapieangeboten im Bereich Alterspsychiatrie und Psychosomatik seit Jahren stetig steigen und die Kliniken immer weiter an den Rand ihrer Kapazitäten gerieten, wurde der Neubau in Landsberg erforderlich und immer dringlicher, betont Falkenberg. Auch und gerade in der Kinder- und Jugendpsychiatrie steige die Anzahl der Fälle stetig an.

An zirka 230 Tagen im Jahr können nun 15 Kinder und Jugendliche, zwölf ältere Menschen sowie drei Mütter mit ihren Kindern medizinisch, therapeutisch und pädagogisch betreut werden. Anton Oberbauer, Geschäftsführer des kbo-Heckscher-Klinikums, prognostiziert: „Wir erwarten in der Ambulanz im selben Zeitraum etwa 1.500 Patienten“. Er verspricht, dass bei vollstationärem Behandlungsbedarf die bettenführenden Abteilungen in München, Rosenheim, Rottmannshöhe und Wasserburg auch künftig aufnahmebereit zur Verfügung stünden.

Eine gute Wahl

„Da der Bezirk Oberbayern sein Dezentralisierungskonzept für die Psychiatrie konsequent fortsetzt und wohnortnah sowie flächendeckend Angebote schaffen möchte, ist Landsberg als einer von zehn am stärksten wachsenden Landkreisen eine gute und richtige Standort-Wahl für diese Angebotserweiterung“, erklärt Gerald Niedermeier, Geschäftsführer der kbo-Lech-Mangfall Kliniken gGmbH. Wie auch bei den Neu- beziehungsweise Erweiterungsbauten an den anderen Standorten seiner Kliniken hat Niedermeier wieder viel Wert auf eine funktionale, aber vor allem auch ansprechende Gestaltung der Innen- und Außenbereiche gelegt. So sind die Räume hell, lichtdurchflutet und in schönen Farben gehalten, der Boden in Holzoptik strahlt eine warme Atmosphäre aus. Auch der Außenbereich mit seinen Innenhof- und Gartenanlagen wurde „mit dem Blick fürs Detail und viel Liebe“ angelegt, die ersten Blumen und Sträucher blühen und Sonnenliegen laden die Patienten zum Verweilen ein.

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