Ausgezeichnet

Kinsau und Fuchstal sind absolut bienenfreundlich

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Bienenfreundliches Fuchstal: Die Anerkennungsurkunde dafür nahmen die Verwaltungsmitarbeiter Johanna Dachs und Vinzenz Frühbeis aus der Hand von Bezirkstagspräsident Josef Mederer entgegen.

Landkreis – Die Lechrainer sind den meisten Landkreisgemeinden und der Stadt Landsberg in Sachen Insektenfreundlich­keit ein gutes Stück voraus. Das belegt jetzt die Regierung von Oberbayern: Vier Kommunen zeichnete sie mit dem Titel „Bienenfreundliche Gemeinde 2019“ aus und verlieh zudem noch 26 Anerkennungsurkunden – unter anderem an Kinsau und Fuchstal.

Bienenfreundliches Kinsau: Die Anerkennungsurkunde dafür nahm Bürgermeister Marco Dollinger aus der Hand von Bezirkstagspräsident Josef Mederer (rechts) entgegen.

Der Wettbewerb „Bienen- und insektenfreundliche Gemeinde“ wurde bereits 2017 ins Leben gerufen. Die Idee dafür kam aus einem Antrag der Fraktion „Die Grünen /Bündnis 90“, der parteiübergreifend auf große Zustimmung im Bezirkstag gestoßen war. Man möchte ein Zeichen gegen das Insektenster­ben setzen, das, wie Bezirkstagspädient Josef Mederer bei der Preisverleihung ausführte, erschreckende Ausmaße annehme. Er verwies dabei auf die dramatische Entwicklung, die in die vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlichten „Roten Listen“ der vom Aussterben bedrohten Arten aufzeigen, ebenso wie auf den Rückgang der fliegenden Insekten. „Das hat dramatische Folgen! Wo es weniger Insekten gibt, verhungern die Tiere, die sich von Insekten ernähren.“

Fünf Kriterien muss eine Gemeinde erfüllen: Gemeindeflä­chen müssen bienen- und insektenfreundlich bepflanzt sein. Darüber hinaus sollen alle Flächen, die der Kommune gehören, extensiv und bienenfreundlich bewirtschaftet werden. Der Einsatz von Pestiziden ist auf solchen Flächen verboten, auch wenn sie verpachtet werden. Die Straßenbegleitbegrünung muss schonend behandelt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Schließlich muss die Gemeinde den örtlichen Imkern Standplätze zum Aufstellen von Bienenhäusern und -völkern zur Verfügung stellen.

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