Bestandsaufnahme im Lech

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Gewässerwart Kur Butscher vom Bezirksfischereiverein Landsberg führt die Mitarbeiter vom Landesamt für Umwelt und Wasserwirtschaftsamt zu geeigneten Stellen für die Bestandsaufnahme der Fische in der Lechstaustufe 19.

Kaufering – „Europäische Wasserrahmenrichtlinie“ ist nicht unbedingt der Begriff, der jenen Passanten jüngst einfiel, die bei bestem Wetter einige Herren mit Keschern in einem schicken Aluminiumboot mit Außenbordmotor auf der Staustufe 19 beobachteten. Und doch hatte es etwas mit Brüssel zu tun: Es lief eine Bestandsaufnahme der Fische im Lech.

Der unbedarfte Beobachter dürfte wohl eher an eine Vergnügungsfahrt gedacht haben. Und doch gibt es einen engen Zusammenhang zwischen der in Brüssel für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlichen Richtlinie mit der etwas sperrigen Bezeichnung „Europäische Wasserrahmenrichtlinie“ und den fünf Bootsinsassen auf dem Lech. Abgestellt worden waren diese übrigens vom Landesamt für Umwelt in Wielenbach, vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim und vom Bezirksfischereiverein Landsberg. Das Quintett war quasi für Brüssel tätig, indem sie mit Elektrofischgeräten eine Bestandsaufnahme der im Lech befindlichen Fischarten vornahmen.

Guter Zustand

Die Ergebnisse der Aufnahme werden nach eingehender Analyse über das Bayerische Umweltministerium an die EU nach Brüssel weitergegeben und sind so Teil einer europaweiten Bewertung der Gewässer. In Bayern gibt es allein 300 Messstellen für solche Aktionen. Die länderübergreifenden Aktivitäten aller EU-Mitgliedstaaten sollen dazu führen, bis 2015 einen „guten ökologischen Zustand“ der europäischen Gewässer zu erreichen.

„Gewiss eine anspruchsvolle Zielsetzung“, so Stefan Neubauer, Vorsitzender des Bezirksfischereivereins aus Landsberg. Dessen Gewässerwart, Kurt Butscher, war im übrigen erfreut, festzustellen, dass sich mittlerweile auf der kürzlich unter Mitwirkung des Landrats- und des Wasserwirtschaftsamtes vom Fischereiverein „restaurierten“ Kiesbank unterhalb des Kraftwerkes 18 (der KREISBOTE berichtete) der Fischnachwuchs „in beträchtlichen Mengen“ tummelt. Einziger Wermutstropfen: Der „Fischkindergarten“ werde von Badegästen „leider allzu oft und gerne als Badeplatz“ genutzt.

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