Den Bestand stützen

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Die Mitglieder des Bezirksfischereivereins Landsberg packten beim Abfischen des Schnerzhofer Weihers kräftig mit an.

Landsberg – Der Spätherbst hatte jetzt für die Schuppenträger im Schnerzhofer Weiher in Markt Wald (Unterall- gäu) noch eine Überraschung besonderer Art parat: Es stand ein gewaltiger Umzug an – unter anderem auch in die vom Bezirksfischereiverein Landsberg betreuten Lechstrecken.

Auch diese prächtigen Jungbarsche tummeln sich jetzt im Lech.

„Alle Fische waren betroffen, ohne jede Ausnahme“, berichtet Stefan Neubauer, Vorsitzender der Angelfischer aus der Lechstadt. Dazu sei der 20 Hektar große Weiher, von den Ausmaßen eher ein See als ein Weiher, abgelassen. Das abfließende Wasser brachte die für den Umzug vorgesehenen Fische in die Kescher der zahlreich versammelten Petrijünger, die etwa acht Tonnen (8000 Kilogramm) Fische entnahmen, schonend sortierten und dann in das sauerstoffgeschwängerte Nass der Transportbehälter verbrachten. Insgesamt eine „anstrengende Beschäf­tigung“ zum Wohl der Fischpopulation im Lech. Neben gewaltigen Mengen an jungen Rotfedern, Rotaugen, Barschen seien auch einige „gigantische Hechte und überdimensionale Karpfen“ ans Tageslicht gekommen. „Prächtige Exemplare ihrer Gattung, die allerdings nicht umziehen mussten“, so Neubauer.

Die Mitglieder des Bezirksfischereivereins Landsberg packten nicht nur beim Abfischen kräftig an, sie nahmen auch zwei Tonnen Fischnachwuchs mit nach Hause, um ihn in den Lech zur Stützung der Bestände einzusetzen. Stefan Neubauer ist rundum zufrieden: „Bei diesem Gewicht kann man von etwa 100000 kleinen Fischen ausgehen, für die nun ein neues Leben in unserem Lech beginnt.“

Toni Schwaiger

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