Starke Konkurrenz innerhalb der Wasserwacht

236 künftige Rettungsschwimmer in Dießen

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15 Kreiswasserwachten aus Oberbayern schickten ihren Nachwuchs nach Dießen zum Bezirkswettbewerb. Hinter den Kids das Organisationsteam auf dem Sportplatz der Carl-Orff-Schule: Martina Hirn (Jugendleiterin Wasserwacht Landsberg), Birgit Geier, Barbara Wirth, Marvin Ehaus und Leo Erhard vom Bezirksvorstand Oberbayern (von links)

Dießen – Die 145 Wasserwacht-Ortsgruppen in den 21 Oberbayerischen Kreisverbänden können sich über mangelnden Nachwuchs nicht beklagen. Aus 15 Gemeinden kamen allein 236 junge Retter nach Dießen zum 40. Bezirkswettbewerb. Auf dem Sportplatz der Carl-Orff-Schule und parallel dazu im Hallenbad des Seniorenheims Augustinum war die Kreiswasserwacht Landsberg Gastgeber und Ausrichter der jährlichen Leistungsschau der Wasserwacht-Jugend.

Martina Hirn, Jugendleiterin der Kreiswasserwacht Landsberg, war voll des Lobes über den reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung. In Theorie und spielerischer Praxis ging es neben Teamfähigkeit unter anderem um Baderegeln, die Gefahren von Binnen- und Badegewässern in Bayern, aber auch viel um Hintergrundwissen wie Rettungsmittel und -techniken, Erste-Hilfe, Knoten, Anwendung des Defibrillators oder sogar Blutspenden. Denn jeder Wasserwachtler ist Mitglied des Roten Kreuzes und muß auch eine Sanitätsausbildung durchlaufen. Darum die Kombi-Simulation eines Verkehrsunfalls mit Erster-Hilfe-Rettung zu Wasser und an Land mit Wiederbelebung und Verbandanlegung. Im Hallenbad des Augustinums wurde wettkampfmäßig nach Ringen getaucht, mit Flossen und auch mit Kleidern geschwommen, Rettungstechniken und Abschleppschwimmen gezeigt. Theorie und Wasser-Praxis wurden mit einem Punktesystem bewertet.

Am jährlichen Bezirkswettbewerb nehmen jeweils die Sieger aus den Kreiswettbewerben statt. Landsberg wurde heuer vom Nachwuchsteam aus Penzing vertreten, das sich aber nicht für das Siegertreppchen qualifizieren konnte. In der Stufe 1 (8 - 10 Jahre) gewann die Mannschaft aus Dachau, gefolgt von Altötting und Freising. In Stufe 2 (11 - 13) siegten Rosenheim, Pfaffenhofen und Dachau und in Stufe 3 (14 - 16) wiederum Dachau, Rosenheim und Altötting. Die Teams bekamen jeweils einen Pokal und alle Teilnehmer eine Medaille. Überreicht wurden sie von Bezirksjugendleiterin Barbara Wirth, dem stellvertretenden Jugendleiter von Oberbayern, Marvin Ehaus, und Martina Hirn als örtliche Gastgeberin.

Laut Barbara Wirth gibt es an den Oberbayerischen Seen, Flüssen sowie Frei- und Hallenbädern 184 Wachstationen. Die Bilanz der ehrenamtlichen Helfer vom letzten Jahr für Oberbayern ist beeindruckend. Sie absolvierten 339.242 Wach- und Dienststunden. Dabei gab es 2.745 durchgeführte Wasserrettungs- und Notfalleinsätze, 1.439 sonstige Hilfeleistungen im Wasser und 1.984 medizinische Hilfeleistungen an Seen oder in Bädern.

Am Ammersee-Westufer leisten die vier Wasserwachten Dießen, Utting, Schondorf und Eching hervorragende Arbeit, wie die Bezirksjugendleiterin feststellte.

Dieter Roettig

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