Ein ganz eifrige Nager

Rotter Problembiber bedroht Stromleitung

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Der Biberbau in Rott wurde zurückgebaut - ob das hilft?

Rott – Vor über 50 Jahren erfolgte in Bayern die Wiederansiedlung von Bibern, die davor praktisch ausgestorben waren. Aus den damals angesiedelten Nagetieren entwickelte sich inzwischen eine ordentliche Population von rund 20.000 Tieren, die in ihren Revieren meist keine Probleme bereiten. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie jetzt im Gemeinderat bekannt wurde.

In Rott ist seit geraumer Zeit ein Biber im Rottbach aktiv. Das berichtete Bürgermeister Quirin Krötz in der Ratssitzung. „Er hat seinen Damm unweit des Mauckenwegs in der Nähe der Stromleitung gebaut.“ Letztere ist auch das Problem. „Der Biber hat einen großen Baum angenagt, der in die Leitung zu fallen droht“, erläuterte Krötz. Darüber hinaus habe der Biberdamm im Rottbach die angrenzenden Wiesen überflutet, was bei stärkeren Regenfällen im Frühjahr für zusätzliche Probleme sorgen könnte.

Aus diesem Grund setzte sich Krötz mit dem zuständigen Biberberater des Landkreises in Verbindung und führte mit ihm eine Ortsbesichtigung durch. „Er entschied, einen Teil des Dammes, aber nicht den Biber selbst zu entfernen“, berichtete Krötz. Der Rotter Bauhof übernahm diese Aufgabe und rückte dem Bauwerk mit schweren Gerät zu Leibe. „Ich vermute aber, dass es nicht lange dauert, bis der Biber seinen Damm wieder aufgebaut hat“, ist Krötz nicht ganz überzeugt, dass der Nager durch diese Maßnahme seinen Standort am und im Rottbach aufgeben wird.

Roland Halmel

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