"Big Brother" auf dem Hauptplatz

Für einen „Big Brother Award“ wird es ganz sicher nicht reichen, dafür ist der Überwachungszeitraum zu kurz: Einen Tag lang lässt die Lechstadt das vielfältige Treiben auf dem Hauptplatz auf Video aufzeichnen. Sie verspricht sich davon einen zu­sätz­lichen „Input“ für den anstehenden Wettbewerb Hauptplatzumbau.

Dass der „Große Bruder“ in Kürze seiner Überwachungs­tä­tigkeit nachgehen darf, wurde am Mittwoch im Bauausschuss bekannt. Dipl.-Ing. Christian Fahn­berg aus Planegg hatte gerade erste Ergebnisse zur Ver­kehrsentwicklung im Stadtgebiet präsentiert, da hielt er nicht zuletzt auf Drängen einiger Ratsmitglieder erneut am Haupt­platz inne. Bereits gewonnene Erkenntnisse seines Ingenieurbüros sollen mit weiteren Details garniert und dann den drei Planungsbüros für deren Umbauentwürfe zur Verfügung ge­stellt werden. „Und da interessiert uns alles, was auf dem Hauptplatz geschieht“, erläuterte Fahnberg. Bewegungen der Kraftfahrzeuge seien gleichermaßen interessant wie die der Fahrradfahrer und natürlich der Fuß­gänger. Ausgewertet würden auch die Parkvorgänge. Wichtige Erkennt­nisse zu Ziel-, Quell- und Durchgangsverkehr versprechen sich Fahnberg und die Stadtoberen zudem von der Kennzeichen­­er­fassung. Sie soll übrigens auch an der Katharinen- und Sandauer Brücke erfolgen. Wann die Videokameras in exponierter Lage postiert und aktiviert werden, das steht im Moment noch nicht fest. Fahnberg beruhigt: „Keine Sorge, der Datenschutz ist gewahrt.“ Während die Videokameras aufzeichnen läuft zudem eine Befragung der Parkenden in der Altstadt via Postkarte.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Lisa will Bierkönigin sein
Lisa will Bierkönigin sein
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl
Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl

Kommentare