Neue Hoffnung für die Verbindung Dießen-Fischen

Kommt doch der Birkenallee-Radweg?

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Wird der Radweg an der gefährlichen Birkenallee vielleicht doch noch gebaut? Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Innenministerium läßt zumindest eine "modifizierte Radwegeplanung" prüfen.

Dießen – Keimt hier der heiß ersehnte Hoffnungsschimmer am Horizont auf? Die Befürworter der seit Jahren geforderten Radwegeverbindung am Ammersee-Südufer zwischen Dießen und Fischen sehen es zumindest so. Denn das Staatliche Bauamt Weilheim wurde von oberster Stelle beauftragt, vor der Entscheidung über ein neues Planfeststellungsverfahren eine modifizierte und die Beeinträchtigung der ökologisch wertvollen Bereiche reduzierte Planung des Birkenweg-Radweges in die Wege zu leiten. 

Auftraggeber ist Ministerialdirektor Helmut Schütz von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr. In einem Schreiben an den Landtagsabgeordneten Harald Kühn (CSU-Stimmkreis Weilheim-Schongau) betont er, dass die Radwegeverbindung ein komplexes Projekt sei, bei dem Umwelt- und Naturschutz, die Landwirtschaft und nicht zuletzt die Akzeptanz in der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielen. Ob der Birkenallee-Radweg aber letztendlich gebaut werden kann, könne nur in einem neuen Planfeststellungsverfahren geklärt werden. Auf Basis der seinerzeitigen Planungen würde nach „einhelliger Einschätzung rechtskundiger Fachleute“ ein neues Planfeststellungsverfahren scheitern. 

Inzwischen wurden weitere Überlegungen an die Oberste Baubehörde herangetragen, die die Beeinträchtigung der ökologisch wertvollen Bereiche durch eine modifizierte Radwegeplanung reduzieren sollen. Gedacht ist dabei unter anderem an eine teilweise Aufständerung in Form eines Steges oder einer Teilverlegung der Staatsstraße. 

Bevor nun über ein neues Planfeststellungsverfahren entschieden wird, müssen diese Vorschläge laut Helmut Schütz naturschutzrechtlich untersucht und durchgeplant werden. Ein vom Bauamt Weilheim beauftragtes Fachbüro wird jetzt „die technische Planung unter Einbeziehung der vorgebrachten realistischen Optimierungsmöglichkeiten überarbeiten und die bauliche Umsetzung untersuchen.“ Darüber hinaus soll eine naturschutzfachliche Begleitung durch einen Landschaftsplaner erfolgen. Für weitere konkrete Vorschläge einer Optimierung habe das Staatliche Bauamt in Weilheim offene Ohren. 

Diese neue positive Entwicklung in Sachen Radweg wurde von betroffenen Bürgermeistern der Gemeinden Dießen, Pähl und Raisting mit Wohlwollen aufgenommen. Peter Fastl (in Vertretung von Herbert Kirsch), Werner Grünbauer und Martin Höck wollen in einem Mediengespräch am 21. März im Dießener Rathaus über die weitere Entwicklung berichten.

Dieter Roettig

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