Vorbereitung auf weitere Flüchtlinge

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Am Mittwoch, 18. Februar 2014, 18.30 Uhr treffen sich Bürger die ehrenamtlich helfen möchten, auf Einladung von Karla Schönebeck (Mitte; Tel.: 0151-15102291) im Therapiezentrum in Bischofsried. Weitere Ansprechpartner sind Michaela Zeilmeier (links; zeilmeir@kvlandsberg.brk.de, Tel.: 08807-2069837; 0151-40908362) und Christian Ott vom Landratsamt Landsberg.

Dießen – 50 weitere Asylbewerber werden am Rosenmontag in Dießen erwartet. Sie alle werden im ehemaligen Therapiezentrum des BRK in Bischofsried untergebracht. Rund 75 Zuhörer - darunter zahlreiche Gemeinderäte, ehrenamtliche Helfer und interessierte Bürger - kamen vorab zu einer kurzfristig angesetzten Informationsveranstaltung in den Gasthof Unterbräu. Landrat Thomas Eichinger, Bürgermeister Herbert Kirsch, Christian Ott (Leiter der Ausländerbehörde in Landsberg), Mitarbeiterinnen des BRK und Michaela Kanzler vom Netzwerk Asyl beantworteten dort Fragen zu Unterkunft, Unterstützung und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr für das abgelegene Therapiezentrum.

Derzeit sind in Dießen vier, in Obermühlhausen neun und in Riederau zwölf Asylsuchende untergebracht. Im gesamten Landkreis Landsberg, so Eichinger, leben 545 Flüchtlinge aus 20 Nationen in 62 Asylunterkünften. Bis Ende 2015 könnten es mehr als 1000 Menschen sein. Deshalb habe der Landkreis die finanziellen Mittel für Betreuung und Unterkunft von 50 000 Euro im vergangenen Jahr auf 300 000 Euro im Jahr 2015 aufgestockt. Bei unerwartet hohem Bedarf könnten im Rahmen eines Notfallplans kurzfristig auch Schulen oder Sporthallen zur Unterbringung von Flüchtlingen herangezogen werden. 

Obwohl Wohnungen knapp seien, habe es der Landkreis bisher geschafft, die Asylsuchenden in geeignetem Wohnraum unterzubringen. Am Montag werden in Bischofsried vorwiegend männliche Flüchtlinge sowie drei Familien mit zwei schulpflichtigen Kindern erwartet. Sie werden in den vier Häusern des ehemaligen Therapiezentrums wohnen, die der Landkreis Landsberg gemietet und zur Belegung ausgestattet hat. Als erstes erhalten sie dort die ihnen zustehenden Sozialleistungen und werden von Mitarbeitern der BRK zum Einkaufen begleitet. 

Wie Bürgermeister Herbert Kirsch mitteilte, werde der Ortsbus zukünftig vormittags und nachmittags jeweils eine Schleife über Bischofsried fahren, um die notwendige Anbindung an den Ort sicher zu stellen. Um Mobilität zu gewährleisten werden außerdem intakte Fahrräder als Spenden gesucht. Außerdem wird der Landkreis für 15 Stunden pro Woche einen Hausmeister zur Verfügung stellen. Dem Wunsch aus dem Kreis der Zuhörer nach gebündelten Informationen zum Thema Asyl auf den Websites von Landkreis und Gemeinde, um Aktuelles und wichtige Ansprechpartner für Helfer und Flüchtlinge übersichtlich und schnell auffindbar zu machen, wollen die Behörden umgehend nachkommen. 

Schon am Mittwoch (18. Februar, 18.30 Uhr) wird die für Bischofsried zuständige BRK-Verantwortliche, Karla Schönebeck, mit ihrer Kollegin, der Sozialpädagogin Michaela Zeilmeir, durch die Räumlichkeiten führen und informieren. Dieses Angebot gilt für Bürger, die als Paten oder projektbezogen, zum Beispiel im Deutschunterricht, ehrenamtlich Hilfe leisten möchten. Das mache Sinn, so Schönebeck, denn erst mit der Ankunft der Gäste werde klar, wer zu uns kommt und welche Unterstützung gebraucht werde.

Ursula Nagl

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