Das Kunstwerk am Papierbach wächst

Black History am Landsberger Bauzaun

Erwan am ULP-Bauzaun
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Bei dem Projekt „Kunst am Bauzaun“ hat sich jetzt auch ‚Erwan‘ verewigt. Seine Arbeit zeigt den Gelehrten Anton Wilhelm Arno, der im 18. Jahrhundert lebte.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Landsberg – Freie Flächen bieten sich an, um die eigene Kreativität auszuleben. Bauzäune haben dabei ein besonderes Potentzial: Sie sind meist gut einsichtig – und somit ideale ‚Ausstellungsflächen‘. Das Projekt „Kunst am (Bau)Zaun“ am Baugebiet „Am Papierbach“, initiiert von Oberstufenschüler des IKG Elvis Jüterbock und Kulturreferent Axel Flörke, nutzt diese Chance. Jetzt hat sich dort auch ein Profi verewigt.

Bis jetzt haben sich über 30 junge Künstler nahezu aller Schulen aus dem Landkreis Landsberg angemeldet, informiert Flörke. Aufgrund der positiven Resonanz habe der Investor des Bauprojekts am Papierbach ehret+klein weitere zehn Bautafeln zur Verfügung gestellt. „Letzte Woche konnten wir den Profi ‚Erwan‘ gewinnen, der international tätig und für Eingeweihte auch in Landsberg kein unbeschriebenes Blatt ist“, freut sich Flörke.

Erwan beschreibt seine Arbeit wie folgt: „Urbanität bedeutet für mich Vielfalt. Diese Vielfalt findet sich in der menschlichen Diversität, der Kultur und dem Stadtbild wieder. Im Zusammenhang mit dem im Februar zelebrierten ‚Black History Month‘ in den USA möchte ich das Augenmerk auf eine afrikanische Persönlichkeit in Deutschland legen. Anlässlich dieses Monats wird auf afroamerikanische Personen und ihrem Beitrag zur Gesellschaft aufmerksam gemacht. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, eine Interpretation des Intellektuellen Anton Wilhelm Amo (18. Jahrhundert) zu gestalten. Ursprünglich aus Ghana, lebte er im 18. Jahrhundert. Zum Studium gelangte er nach Deutschland und war anschließend in Jena und Halle tätig.

In der aktuellen Debatte um die Berliner Haltestelle ‚Mohrenstraße‘ wurde 2020 entschieden, diese in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umzubenennen und ein starkes Zeichen für Weltoffenheit und gegen Rassismus zu setzen. Als Persönlichkeit steht er dabei für Humanismus und Intellekt und glänzte durch seinen Pioniergeist und seine Mehrsprachigkeit. Und warum nicht ein Wilhelm-Amo-Platz für das neue Quartier am Papierbach?“

Schülerinnen und Schüler, die am Projekt noch teilnehmen möchten, können sich bei Axel Flörke per E-Mail (mail@axel-floerke.de) anmelden.

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