Ein Konzert der Zugaben

Zur Bläserserenade strömen die Massen

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Sonnenschein, volles Haus und gute Laune gab‘s bei der Bläserserenade.

Landsberg – Fast ist das Podium für die Musiker zu klein. Als gestern Abend das Schülerblasorchester St. Ottilien und die Stadtjugendkapelle Landsberg zur Bläserserenade rufen, passt kein Blatt mehr zwischen die rund 160 Musiker. Zu hören gibt es nur das Beste. Highlights. Delikatessen. Oder wie Dirigent Hans-Günter Schwanzer erklärt: „Ein Konzert der Zugaben.“

Schon eine Stunde vor Beginn füllt sich der Hauptplatz. Wobei viele eigene Klappstühle mitbringen. So ist man näher dran als auf den Tribünen. Kurz vor 20 Uhr dann erste Trommelklänge: Ian Proksch – halb Ire, halb Geletendorfer – und Laurenz Heugel – Landsberger – stimmen die Zuschauermassen mit einem grandiosen Schlagzeugduo auf den Rhythmus des Abends ein.

Am Anfang gleich ein bisschen Jazz mit Chuck Mangiones „Children of Sanchez“. Ein Stück, das nach der gewohnt gutgelaunten Begrüßung durch Dirigent Schwanzer in ein Medley übergeht: 17 Minuten „Phantom der Oper“– bombastische Klänge von 160 Instrumenten samt glasklarem Glockenspiel von Maximiliane Schumann auf den Weiten des Hauptplatzes: Das wirkt.

Dass Musiker und Dirigent mit Leidenschaft dabei sind, ist zu hören. Und auch zu sehen: Denn auch wenn Niklas Teske erst vor vier Tagen einen Blinddarmdurchbruch hatte: „Er hat sich aus dem Krankenhaus befreit. Wenn das keine Leidenschaft ist!“, freut sich Schwanzer. Dass er seit über 30 Jahren die Stadtjugendkapelle und seit gut 20 Jahren das Schülerblasorchester leitet, tut sicher das Seine zur Harmonie des Ganzen.

Das Programm ist bewährt. „Zum Ruethenfest passen Märsche“, weiß Schwanzer. Und lässt „Unter dem Sternenbanner“ von Sousa erklingen, samt Flötensolo. Ein Stück, das viele ‚richtig sauber‘ in Erinnerung haben werden. Film ist zu hören. James Bond lässt mit „Skyfall“, „Goldfinger“ und „For your Eyes only“ grüßen. „The last Waltz“ lässt melancholisch schunkeln.

Auch ihr Queen-Repertoire präsentieren die Orchester mit „Bohemian Rhapsody“. Noch etwas Rock‘n‘Roll, dann kommen die wirklichen Zugaben. Denn wenn Schwanzer ein „Konzert der Zugaben“ ankündigt, meint er damit die Auswahl des Programmes. Die hätten die Musiker getroffen, „ich hab da nicht viel zu sagen“, schmunzelt er. Aber die Zugaben wie „Sternenhimmel“, „Amadeus“ oder das fast zum Mittanzen anregende „Skandal im Sperrbezirk“ gefallen nicht nur den Orchestermitgliedern und dem frenetisch applaudierenden Publikum. Da wippt auch Schwanzer begeistert mit.

Susanne Greiner

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