Es bleibt mehr Zeit zum Beten

Mit zahlreichen Weggefährten, Vertretern des öffentlichen Lebens, aus Kirche und Politik sowie rund 500 Gläubigen hat der ehemalige Geltendorfer Pfarrer Hans Schneider am Sonntag sein Goldenes Priesterjubiläum gefeiert.

Die Festpredigt für Schneider hielt Weihbischof Gerhard Pieschl aus Limburg. Er bescheinigte dem Jubilar, der auf den Tag genau 50 Jahre zuvor in Dillingen zum Priester geweiht worden war, eine „hohe Menschlichkeit“ und „die Fähigkeit zu großer Freundschaft“. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Heidi Huber, dankte Schneider für sein 40-jähriges Wirken in Geltendorf. „Gerade die Anfangsjahre waren sicher kein Zuckerschlecken, weder für den Pfarrer noch für die Gemeinde.“ Sie erinnerte an Schneiders große Reiselust und seine Vorliebe für tschechischen Kräuterlikör, dies vor allem wegen seiner „medizinischen Wirkung“. Bürgermeister Wilhelm Lehmann bekundete seine Ehrfurcht vor den „wirklich großen Dingen, die Hans Schneider vollbracht hat“. Der Geistliche war federführend beim Bau der Kirche und des Pfarrzentrums „Zu den Heiligen Engeln“ und begründete die Gemeindepartnerschaft Geltendorfs mit dem französischen St. Victor. Tiefe Wurzeln Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel sprach von den tiefen Wurzeln, die ein Baum hinterlässt, der nach Jahrzehnten umgesetzt wird. „Diese Wurzeln sind nie mehr zu entfernen und bilden die Grundlage für viel Gutes.“ So setze auch Schneider noch aus dem Ruhestand heraus Signale für Geltendorf und sei immer „ein Vorbild im Umtrieb“ gewesen. Der Geehrte selbst zeigte sich zutiefst gerührt, vor allem auch über eine mit Unterschriften übersäte Stola, die ihm seine ehemalige Pfarrgemeinde zum Geschenk machte. „Die Namen darauf sind in mein Herz geschrieben, und ich denke viel an Sie alle“, sagte Schneider. Dies, zumal er im Ruhestand nun auch mehr Zeit zum Beten habe.

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