Der Blick geht nach unten

Einmal, wie hier im vergangenen Heimspiel gegen Burghausen, konnte Robert Rakaric (re.) auch gegen Augbsurg seinen Bewachern entrinnen. Sein Tor allein reichte jedoch nicht, um die Gastgeber ernsthaft zu gefähreden. Foto: Krivec

Das war herb: Mit 1:5 (0:2) ging der TSV Landsberg beim FC Augsburg II unter. Nach gutem Beginn brachen vor allem in der Abwehr die Dämme. „Das war eine Lehrstunde für uns, ich hoffe, wir haben auch was gelernt“, sagte Trainer Sven Kresin. Sebastian Schaller (2 Treffer) und Benjamin Wilhelm (3) schossen den TSV dabei im Alleingang ab.

Es war vor 180 Zuschauern beim Favoriten zunächst nicht schlecht für die Landsberger gelaufen. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit ordentlich verkauft, waren bis zum 1:0 sogar überlegen und hatten die besseren Chancen“, so Kresin. Dann kassierte man aber „wie immer nach einer Unachtsamkeit“ das erste Gegentor. „Danach war bei uns ein Bruch im Spiel, durch einen Konter kriegen wir das 2:0 und damit war's dann schon fast verloren.“ Dazu kam gleich nach der Pause das 3:0 aus höchst abseitsverdächtiger Position. Der Schiedsrichter sah das zwar zunächst auch so, der Assistent ließ aber die Fahne unten, das Tor zählte. „Ich kann es letztendlich nicht sicher beurteilen, von außen sieht man das besser", sagt der 34-jährige Spielertrainer, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits selbst eingewechselt hatte – obwohl die Heilungsprognose nach seiner Kreuzbandverletzung einen Einsatz eigentlich erst wieder Mitte April vorhergesagt hatte. Doch auch dieser Schachzug drehte die Partie nicht mehr. Nach 50 Minuten erzielte zwar Robert Rakaric das einzige Landsberger Tor des Nachmittages, doch sollte man auf seiten des TSV irgendwelche Hoffnungen gehegt haben, waren die nach weiteren drei Minuten nach dem 4:1 durch Wilhelm schnell erloschen. Auch diesem Treffer ging ein grober Fehler voraus. „Natürlich bin ich mit der Abwehrleistung nicht einverstanden“, sagt Kresin, der aber nicht in die Einzelkritik geht. „Das bespreche in dieser Woche mit meinen Jungs.“ Der Sieg ging zum Schluss auch in der Höhe in Ordnung. „Am Samstag wurde dem TSV Landsberg gezeigt, wie man Chancen herausspielt und vor allem auch verwertet, das war ein Lehrbeispiel an Effektivität.“ Auswirkungen auf das Training wird das nicht haben. „Irgendwelche Strafen sind jetzt nicht sinnvoll, dazu ist ja auch der Zeitraum gar nicht da. Wir müssen einfach konzentriert arbeiten.“ Nachdem man mit einem Sieg und einem Unentschieden gut aus der Winterpause gekommen war, ist man durch diesen Rückschlag wieder nah an die Abstiegsränge gerutscht „und die anderen Mannschaften untendrin punkten auch noch.“ Gerade einmal drei Zähler Vorsprung auf Relegations- und Abstiegsplatz hat man in der extrem engen Tabelle. Entscheidende Spiele Deswegen ist dem Spielertrainer klar, was in den nächsten Wochen angesagt ist. „Das sind jetzt wichtige Spiele gegen die Mannschaften auf Augenhöhe – oder jedenfalls vermeintlich auf Augenhöhe. Es gilt für unsere Führungsspieler jetzt Verantwortung zu übernehmen.“ Erste Gelegenheit dazu ist am Samstag um 15 Uhr, wenn der Tabellensiebte Pullach im Landsberger Sportzentrum gastiert.

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