»Zu groß, zu teuer«

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So sind die Ruderboote des Ammersee-Gymnasiums bisher untergebracht. Doch damit dürfte nun bald Schluss sein – der Kreisausschuss hat grünes Licht zum Bootshaus-Bau gegeben.

Dießen – Das Ammersee-Gymnasium liegt unmittelbar am See und setzt auf den Rudersport. Doch auf ein Bootshaus, das die Lagerung der Boote und weiterer Materialien ermöglicht, wartet die Schule schon beinahe ein Jahrzehnt. Nun hat der Kreisausschuss mit dem Projektbeschluss den Weg für die Errichtung des Bootshauses nördlich des kreiseigenen Campingplatzes St. Alban geebnet. Jedoch fand das Projekt nicht bei allen Kreisräten volle Zustimmung: Mit drei Gegenstimmen wurde der Projektbeschluss am Ende verabschiedet.

„Die Schule am See“ – so steht es im Schulprofil des Ammersee-Gymnasiums. Von Anfang an sei die sportliche Nutzung des Sees Ziel der Schule gewesen, betonte Landrat Thomas Eichinger in der Sitzung des Kreis­ausschusses. Nach einigem Hin und Her bezüglich des Standortes und der Kosten (der KREISBOTE berichtete), hatte man sich eigentlich geeinigt: Unmittelbar nördlich des Seerestaurants auf dem Areal des kreiseigenen Campingplatzes St. Alban ist der ideale Platz für das Bootshaus und einen rund 40 Meter langen Schwimmsteg in dessen unmittelbarer Verlängerung. Im Rahmen der Haushaltsberatungen hat man zudem eine Kostenobergrenze von 450.000 Euro festgesetzt – also 40.000 Euro weniger als ursprünglich veranschlagt.

Trotzdem kamen erneut Einwände aus dem Gremium. Schlichtweg zu teuer, lautete das Urteil von Hermann Dempfle (Bayernpartei). Er könne sich einfach nicht vorstellen, dass eine einfache Holzständerkonstruktion so viel kosten soll. Deutlich zu groß befand Renate Standfest (GAL) den 26 Meter langen und elf Meter breiten Entwurf. Die Boote könnten übereinander gestapelt werden. Dadurch wären sowohl Länge als auch Breite reduzierbar, so Standfest. Außerdem sollte man „maximal 300.000 Euro“ dafür ausgeben.

Wenn das Bootshaus gebaut wird wie geplant, sei es ohnehin „vollgeschichtet mit Booten“ und entspreche nicht einmal den Standardmaßen für so ein Gebäude, so Kreisbaumeister Christian Kusch. „Kleiner würde nicht funktionieren.“

Auch die Frage, ob wirklich Toiletten und Duschen in dem Bootshaus nötig sind, stand erneut zur Diskussion. Ob nicht die Toiletten im Campingplatz-Restaurant von den Schülern genutzt werden könnten, warf Hannelore Baur (SPD) in den Raum. Erfahrungsgemäß gebe das immer Schwierigkeiten, so Landrat Thomas Eichinger. Außerdem seien die Schüler dann auf die Öffnungszeiten des Restaurants angewiesen. Schluss­endlich könnte es sein, dass die Sanitäranlagen wegfallen, um die geforderte Einsparung von 40.000 Euro realisieren zu können.

Dafür das Bootshaus nun endlich auf den Weg zu bringen, sprach sich Josef Loy (CSU) aus. „Deshalb haben wir das ASG doch da runter gebaut.“ Dem stimmten zehn Kreisräte zu. Lediglich die GAL und die Bayernpartei waren dagegen. 

Astrid Neumann

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