Brandschutz: Mangelhaft

Erst im Nachhinein sind beim Um- und Anbau des Kreisseniorenheimes Vilgertshofen Mängel im Brandschutz festgestellt worden. Inzwischen wurde die Einrichtung brandschutz- technisch ertüchtigt. Für den Schaden von fast 250000 Euro will der Landkreis Landsberg nun Ansprüche gegenüber beteiligten Firmen geltend machen.

Der Kreisausschuss war schon im März 2009 über Nachlässigkeiten im Brandschutz beim Bau des Seniorenheimes (in nicht-öffentlicher Sitzung) informiert worden. Auch welche Kosten dabei zu erwarten seien, wurde den Ausschussmitgliedern dann mitgeteilt. Einige Mängel wurden sofort beseitigt. Wie Kreisbaumeister Andreas Magotsch vergangene Woche berichtete, sind nun unter anderem Decken geöffnet, Revisionsöffnungen vergrößert, Brandschutzklappen instand gesetzt, falsche ausgetauscht und zusätzliche eingebaut worden. Im Zuge dieser Maßnahmen fielen auch Trockenbau-, Maler-, Schreiner- und Elektroarbeiten an. Gekostet haben diese Arbeiten etwa 246967 Euro. Um das Haus auf den neuesten Stand, der heute zum Brandschutz gefordert wird, zu bringen, wurden weiterhin eine Rauch- und Brandmeldeanlage, Brandabschnittstüren und elektrische Türöffner in einem Brandabschnitt für rund 246615 Euro eingebaut. Umfangreich war die Senioreneinrichtung in den 90er Jahren erweitert und saniert worden – 1995 hatte man Eröffnung gefeiert. Die Heimleitung mit Anton Schmid an der Spitze beantragte nun, die Kosten für die Maßnahmen gleich aufzuteilen, sodass 50 Prozent zu Lasten des Seniorenheimes gehen und 50 Prozent vom Träge, also vom Landkreis, übernommen werden. Über diesen Vorschlag wollen die Kreisorgane aber erst entscheiden, wenn der Jahresabschluss des Heimes für 2009 vorliegt. Klage eingereicht Mit der Schadensersatzforderung hat das Landratsamt die Rechtsanwaltskanzlei „Zirngibl und Langwieser“ beauftragt. Dabei geht es um eine Klage gegen die Wartungsfirma. Außerdem wird die Arbeit von Architekt, Bauleitung, Fachingenieur und ausführender Firma geprüft. Wie es vom Landratsamt heißt, bestünde ein „erhebliches Prozess- und Kostenrisiko“, weshalb bei der Klage der Streitwert auf 20000 Euro begrenzt wurde. Das hatten die Rechtsanwälte vorgeschlagen. Regelmäßig soll nun im Kreisausschuss über die Ergebnisse bei den Schadensersatzforderungen berichtet werden.

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