Erfolg für die Ermittlungsgruppe "Feldscheune"

Endlich: Die Lechrain-Zündler sind gefasst!

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Und wieder brannte heute Nacht ein Feldstadel - in Unterdießen. Anschließend nahm die Polizei zwei Tatverdächtige fest, die wohl für die Brandserie verantwortlich sind.

Landkreis – Die Brandserie in den Landkreisen Landsberg und Weilheim-Schongau scheint geklärt. In der Nacht zum Freitag nahm die Polizei zwei Tatverdächtige fest, die offenbar kurz zuvor ein Holzlager in Unterdießen angezündet hatten. Bei den beiden Männern handelt es sich um einen 25-jährigen Arbeitslosen aus dem südlichen Landkreis Landsberg und einen 24-Jährigen Soldaten aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Über die Motive der beiden herrscht noch Unklarheit.

Wie Manfred Frei, Leiter der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck, Michael Strohmeier, Chef der Polizeiinspektion Landsberg, und Hans-Peter Kammerer, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord, in einer Pressekonferenz mitteilte, sind die Festnahmen ein Fahndungserfolg der Ermittlungsgruppe „Feldscheune“, die seit Ende Dezember an der Aufklärung der Brandserie arbeitete. Seit dem 13. Dezember war es im südlichen Landkreis Landsberg sowie im Raum Weilheim-Schongau zu zwölf mutwillig gelegten Bränden gekommen. Betroffen waren Feldscheunen, kleinere landwirtschaftliche Gebäude, Holzlager und Strohballen. Der entstandene Sachschaden wird auf insgesamt 600.000 Euro geschätzt.

In der Nacht zum Freitag gingen der Polizei die mutmaßlichen Täter ins Netz. Eine Streife entdeckte das Feuer in Unterdießen und registrierte ein verdächtiges Fahrzeug. 50 Minuten später wurden die beiden Tatverdächtigen vor der Wohnung des 25-Jährigen in einer Lechrain-Gemeinde festgenommen.

Die Männer kennen sich offenbar aus der Bundeswehr. Der 24-Jährige soll im Landkreis Landsberg aufgewachsen sein und ist bis dato für die Polizei ein unbeschriebenes Blatt. Aktuell war er nicht im Landkreis stationiert. Der 25-Jährige, der keinen erlernten Beruf hat, ist bereits mit kleineren Delikten aufgefallen. Frei nannte Diebstahl, Bedrohung und Fahren ohne Führerschein.

Ob die Beschuldigten für alle zwölf Brände verantwortlich sind, wird derzeit noch untersucht. „Ein Großteil“ könne ihnen aber angelastet werden, so Frei. Einige hätten sie gestanden, andere können ihnen offenbar aufgrund der Spurenlage nachgewiesen werden. Die Staatsanwaltschaft Augsburg werde Haftbefehl beantragen.

Über das Motiv hatte die Polizei am Freitag Nachmittag noch keine Erkenntnisse. „Es gibt keinen logischen Grund“, so Frei. Eine Verbindung zwischen den Tatverdächtigen und den Besitzern der Scheunen schloss er aber aus.
Ulrike Osman


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