Braune Suppe im Gemüsebeet

In Eigenregie verlegten die Landsberger Kleingärtner eine neue Wasserleitung in der Jahnstraße. Foto: Ritter

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Diese bittere Erfahrung haben jetzt die Kleingärtner am Altöttinger Weiher machen müssen. Da freuen sie sich gerade über den in Eigenregie gemeisterten Wasserleitungsbau in der Jahnstraße und schon läuft ihnen die braune Suppe buchstäblich ins Gartenbeet – direkt aus dem Abwasserkanal.

Zunächst zum Positiven: Aufgrund des hohen Wasserverbrauchs bei 20 Kleingärten an der Jahnstraße fand vergangenes Jahr eine Überprüfung des Leitungsnetzes statt. Dabei stellte sich heraus, dass die in die Jahre gekommenen Wasserleitungen dort dringend der Erneuerung bedürfen. Gesagt, getan. Anlagenverwalter Horst Bieder und der Wasserleitungsexperte des Kleingartenvereins Herbert Fuhr­mann organisierten Material, Minibagger und die Helfer, die in rund 150 Stunden das Leitungsnetz rechtzeitig zu Beginn der Gartenzeit erneuerten. Die Vorstandschaft war hoch erfreut über das Engagement der freiwilligen Helfern, die „wieder einmal tatkräftig den guten Zusammen­- halt innerhalb des Vereins demonstrierten.“ Weniger erfreulich verlief für die Kleingärtner am Altöttinger Weiher vergangene Woche der Starkregen. Die aus den Kanaldeckeln nach oben schießenden Wassermassen, sorgen für eine Überschwemmung. „Wir mussten unsere Vorstandssitzung bei einem Wasserstand von zehn Zentimeter abbrechen“, berichtet 2. Vorsitzender Roland Ritter, „teilweise stand das Abwasser bis zu 40 Zentimeter hoch in den Gärten.“ Keine Entlastung Ritter beklagte den Zustand tags darauf bei OB Ingo Lehmann und den Stadtwerken. Diese hätten im vergangenen Jahr einen Entlastungskanal durch die Kleingartenanlage am Altöttinger Weiher gelegt, doch statt zu „entlasten“ war er der Grund für die Überschwemmung von Vereinsheim und einer Vielzahl von Gärten. Nach Ansicht Ritters werfe das doch die Frage einer unzureichenden Arbeit durch die Stadtwerke auf. Über 40 Anwärter Der Kleingartenverein Landsberg mit über 400 Mitgliedern hat drei Anlagen in der Lechstadt. An der Max-Friesenegger- und Pössinger Straße sowie am Altöttinger Weiher werden 349 Gärten bewirtschaftet. Gut 40 Anwärter warten auf die Aufnahme in den Verein. Infos dazu auf www.kleingartenverein-landsberg.de.

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