Auf den "Brettern" groß geworden

Konstantin Moreth ist ein Schauspieler und Regisseur, dem die Arbeit und Förderung junger Menschen besonders am Herzen liegt, kein Wunder, stand er doch selbst schon als Kind auf der Bühne des elterlichen Theaters in Ingolstadt. Inzwischen hat er die Jugendtheatergruppe Landsberg ins Leben gerufen, eine Fortfüh- rung seiner Theaterarbeit an der Freien Waldorfschule, die mit „Blau“ jüngst im Stadttheater Landsberg zu sehen war.

Wie wichtig es für junge Menschen ist, sich im Rollenspiel auszuprobieren, hat Konstantin Moreth selbst schon früh erfahren. Die „Theaterpalette“ ein freies Theater, das seine Eltern in Ingolstadt gegründet hatten, war seine „Spielwiese“, wie er es augenzwinkernd nennt. Dort stand er auf der Bühne und inszenierte später selbst. Mit 19 begann er das Studium an der Schauspielschule „Schauspiel München“, nach seinem Abschluss war er ausschließlich freiberuflich tätig; an verschiedenen Bühnen, aber auch für Film und Fernsehen. „Das Fernsehen ist für mich ein wichtiges Standbein“, sagt Moreth, den man vor allem als Polizist in der Familienserie „Um Himmels Willen“ kennt. Aber auch die „Rosenheim Cops“ und „Aus heiterem Himmel“ waren wichtige Stationen seiner bisherigen Fernseharbeit. Seit 2004 inszeniert er größere Produktionen, unter anderem „Trainspotting“ am Münchener Metropoltheater, oder die Tournee-Produktion „Dracula“, einer von ihm selbst adaptierten Fassung des Bram-Stoker-Romans. Überhaupt reizen ihn „versponnene, phantastische Stoffe, bei denen man viel mit Bildern arbeiten kann“, so Moreth. Seine „Lieblingsrolle“ als Schauspieler war demnach der „Elefantenmensch“, mit dem er in München und Hamburg auf der Bühne stand. Derzeit probt er den Basil aus dem „Bildnis des Dorian Gray“, jenen Maler, der das verhängnisvolle Porträt erschafft und schließlich daran zugrunde geht. In Landsberg konnte man Konstantin Moreth in der Rolle des Hausmeisters in der „Flucht“ erleben. Die Theaterarbeit mit den Schülern der Freien Waldorfschule begleitet Moreth seit drei Jahren. Die Arbeit am Spiel der 12. Klasse nennt er eine „beglückende Erfahrung, bei der ich selbst viel lerne.“ Die Schüler wiesen ein „wahnsinniges künstlerisches Potential“ auf, mit dem zu arbeiten eine spannende Arbeit sei. Demzufolge möchte Konstantin Moreth aus dem Jugendtheaterensemble, das leider noch keinen festen Namen hat, eine ständige Einrichtung werden lassen, als „junges Theater mit jungen Leuten“. Der Wunsch des Schauspielers und Regisseurs, der selbst mit seiner Familie am Ammersee lebt, ist es, mehr in der Region künstlerisch tätig zu werden. Umso mehr habe es ihn gefreut, dass er „Blau“ im Stadttheater habe zeigen können. Und nach dem Erfolg dieser Arbeit darf man gespannt auf die nächsten Inszenierungen sein…

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