BRK stellt Altpapiersammlung ein

Von der Blauen Tonne verdrängt

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Die Blauen Tonnen und Container im Landkreis sorgen für einen Altpapierschwund beim BRK-Kreisverband, der die Bündelsammlung zum Jahreswechsel einstellt.

Landsberg – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Landsberg stellt die Altpapiersammlung im Stadtgebiet ein. Am 8. Dezember rücken die Freiwilligen ein letztes Mal aus­, um gebündeltes Papier vor Privathaushalten aufzulesen. Finden werden sie wenig. 

Die Papiermenge ist seit der Einführung der Blauen Tonne so stark zurückgegangen, dass sich die BRK-Sammlung nicht mehr rentiert. Trugen die Helfer des Roten Kreuzes in den Jahren 2009 und 2010 noch je rund 30 Tonnen Altpapier pro Jahr zusammen, so ging es danach steil bergab. Im laufenden Jahr sind bis jetzt erst 14 Tonnen zusammengekommen. Und selbst diese Menge stammt nur noch zu einem geringen Anteil von den Bürgern. „Das meiste wird von unseren eigenen Helfern das ganze Jahr über gesammelt“, sagt Georg Kobschätzky, der als Kreisbereitschaftsleiter auch die Altpapiersammlung koordiniert.

Rund 50 Euro zahlt der Landkreis Landsberg dem BRK pro Tonne Altpapier. Dafür waren bis zu 15 Helfer sechs Mal im Jahr je fünf Stunden beschäftigt. „Inzwischen rechtfertigt der Ertrag den Aufwand nicht mehr“, bedauert Kobschätzky. „Wir kämen auf unter fünf Euro pro Helfer Stunde.“ Gleichzeitig seien immer mehr Einsatz- und Übungsstunden zu leisten. Kobschätzky dazu: „Ich muss schauen, dass ich meine Leute nicht verheize.“ Kritik an der Blauen Tonne will er trotzdem nicht üben. „Für viele Bürger ist sie sicherlich eine Erleichterung und ein sinnvoller Bestandteil des Gesamtsystems.“ Ulrike. Osman

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