Bruder Wunibald aus St. Ottilien

Der Benediktiner-Mönch und seine Fotos

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Eine wahre Fundgrube für stimmungsvolle Bilder sind das Klostergelände St. Ottilien und das angrenzende Pflaumdorfer Moos.
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Immer auf der Suche nach dem besonderen Motiv: Hobbyfotograf Wunibald Wörle.
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Eine wahre Fundgrube für stimmungsvolle Bilder sind das Klostergelände St. Ottilien und das angrenzende Pflaumdorfer Moos.
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Eine wahre Fundgrube für stimmungsvolle Bilder sind das Klostergelände St. Ottilien und das angrenzende Pflaumdorfer Moos.
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Eine wahre Fundgrube für stimmungsvolle Bilder sind das Klostergelände St. Ottilien und das angrenzende Pflaumdorfer Moos.
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Eine wahre Fundgrube für stimmungsvolle Bilder sind das Klostergelände St. Ottilien und das angrenzende Pflaumdorfer Moos.
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Eine wahre Fundgrube für stimmungsvolle Bilder sind das Klostergelände St. Ottilien und das angrenzende Pflaumdorfer Moos.
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Eine wahre Fundgrube für stimmungsvolle Bilder sind das Klostergelände St. Ottilien und das angrenzende Pflaumdorfer Moos.

St. Ottilien – Die schwarze Silhouette eines kahlen Baums im Nebel, darüber ein zart pastellfarbener Himmel. Nebelschwaden im Pflaumdorfer Moos. Eine Fönwolke über dem Kirchturm von St. Ottilien. Bilder, vor denen man innehält und staunt, weil sie so schön sind. Es ist kein Profi, der hinter diesen Aufnahmen steht, sondern ein Hobbyfotograf: Bruder Wunibald Wörle aus St. Ottilien.

Alles begann mit einer Spiege­lung im Klosterweiher. Der 62-Jährige machte ein Foto davon, damals noch mit seiner kleinen Digicam, und schickte es an eine Zeitung. Das Bild wurde gedruckt. „Ich habe gleich positives Feedback bekommen“, erinnert sich Bruder Wunibald. Auch die „Abendschau“ des Bayerischen Fernsehens hat schon Bilder von ihm gezeigt. „So ist das Fotografieren zum Hobby geworden.“

Immer auf der Suche nach dem besonderen Motiv: Hobbyfotograf Wunibald Wörle.

Landschaftsaufnahmen und Naturbilder sind seine Spezialität. Sie erscheinen in den Missionsblättern, im Ottilianer Jahrbuch oder als Meditationsbilder. Aber wenn er auf den Auslöser drückt, ist Bruder Wunibald das eigentlich egal. „Ich mache einfach ein Bild, ohne über den Zweck nachzudenken.“

Die schönsten Motive liefert ihm oft schon ein Blick aus seinem Bürofenster. Von seinem Schreibtisch in der Klosterverwaltung aus kann er an schönen Tagen bis zu Bergen schauen. Das Klostergelände mit seinen Gärten und idyllischen Ecken ist ebenfalls eine Fundgrube für Fotomotive – und natürlich das ans Klosterdorf angrenzende Pflaumdorfer Moos. „Ich habe durch das Fotografieren einen ganz anderen Bezug zur Natur bekommen“, erzählt Bruder Wunibald.

30 Jahre ist der gebürtige Neusäßer jetzt schon im Kloster. In seinem früheren Leben hatte er eine kaufmännische Ausbildung absolviert, Wehrdienst geleistet und in einem Eisen- und Haushaltswarengeschäft gearbeitet. Zuletzt leitete er in einem Augsburger Einkaufszentrum eine Filiale des Eisenwarengeschäfts. Damals hieß er noch Martin Wörle und hatte den wiederkehrenden Gedanken, Priester oder Mönch zu werden, immer wieder beiseite geschoben.

Eines Tages war es dann doch soweit: Martin Wörle, inzwischen 32 Jahre alt, zog sich aus seinem kommerziellen Beruf und der lärmenden Welt zurück, kam nach St. Ottilien, wo bereits einer seiner Großonkel Mönch gewesen war, und wurde Missionsbenediktiner. Aus Martin wurde Wunibald nach einem Mitpatron des Bistums Eichstätt. Rückblickend ist er froh, zuvor ein Berufsleben gehabt und „von draußen etwas gesehen zu haben – das war richtig“. Im Kloster arbeitete er zuerst in der Buchbinderei, die es damals noch gab. Dann kam er in die Verwaltung und ist dort bis heute „mit Leib und Seele“, wie er betont.

Aus der kleinen Digicam, die er vor Jahren von seiner Mutter zu Weihnachten bekam, ist inzwischen eine größere Kamera geworden – ein Geschenk seiner Mitbrüder zum Silbernen Profess-Jubiläum vor fünf Jahren. „Damit kann man bessere Bilder machen“, freut sich Bruder Wunibald. Auf eine ausgeklügelte Software zur Bildbearbeitung verzichtet er bewusst. „Entweder ein Foto funktioniert so, wie es aus der Kamera kommt, oder eben nicht.“ Und schließlich will der Hobbyfotograf seine Zeit nicht vor dem Computerbildschirm verbringen, sondern draußen. Immer auf der Suche nach den schönsten und besonderen Motiven.

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