Brückenteil stürzt in den Mühlbach

Platte für Platte sollte der Spezialkran die in vier Teile zersägte Brücke am Flößerplatz abtragen, doch schon beim ersten Versuch ging’s schief: Ein Stahlträger knickte, mit ihm die Betonplatte und beide Teile landeten im Mühlbach. „Passiert ist weiter nichts“, sagt Alfons Tschech vom Tief­baureferat der Stadt. „Die Sache dürfte uns etwa einen Tag gekostet haben.“

Bereits seit Anfang März sind Spezialfirmen damit beschäftigt, alle Vorbereitungen für einen Brückenneubau zu treffen. Dazu gehört auch der Abriss des alten Überganges, dessen Tragfähigkeit den heutigen An­forderungen nicht mehr ge­-nügt. Den Beweis dafür gab’s vergangene Woche. „Vermutlich war der Stahl­träger unter dem Brückenteil schon so stark korrodiert, dass die Betonplatte beim Anheben zerbrach“, so Tschech. Nachdem die beiden Teile im Mühlbach lagen ließen die Verantwortlichen, unter ihnen auch Brückenbauer Harald Trepte, die Arbei­ten unverzüglich einstellen. Spezialkran und Tieflader konnten unverrichteter Dingen wieder abrücken. Tags darauf musste zunächst der Mühlbach gemeinsam mit Mitgliedern des Bezirksfischereivereines Landsberg trocken gelegt werden. Erst danach war an die Bergung der Bruch­- stücke und den weiteren Abbau der alten Brückenteile zu denken. Diese hielten diesmal der Belastung stand. Insgesamt 190000 Euro sind für den Neubau der Mühlbach­brücke veranschlagt. Für eine Sanierung hätte die Stadt weit mehr ausgeben müssen. Der Bauzeitenplan sieht die Fertigstellung der neuen Brücke am Flößerplatz für den 30. Juni vor. Und bis dahin bleibt die Umleitung des Kfz-Verkehrs durch die Hintere Salzgasse auch bestehen.

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