Neues Bürgerforum gegründet

Das "Bunte Fuchstal" hat sich formiert

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Das Bürgerforum Buntes Fuchstal nach der Auftaktversammlung beim Zapfenwirt. Von links die zwei Sprecher Christine Reineking (von links) und Wolfram Ruoff mit den Beisitzern Beate Schnorfeil, Eleonora Mühlberg, Laura Glas, Claudia Heinzl und Stefan Winghart.

Unterdießen/Fuchstal - Gründungsversammlung beim „Bürgerforum Buntes Fuchstal – Aktionsbündnis Unterdießen Fuchstal“: Christine Reineking aus Unterdießen und Wolfram Ruoff aus Leeder wurden zu gleichberechtigten Sprechern gewählt. Fünf Beisitzer ergänzen das Vorstandsteam.

Das Aktionsbündnis Unterdießen/Fuchstal versteht sich als Kreis engagierter Bürger, die vor Ort auf mehreren Themenfeldern Engagement zeigen. Stichwörter dafür sind Artenvielfalt, Erinnerungskultur, Integration, Mobilität und Ortsentwicklung.

Der Zapfenwirt in Unterdießen, Toni Ried, hatte den Kachelofen geschürt. Es war behaglich warm auf der Gründungsversammlung, bei der interessierte Bürger aus beiden Gemeinden dicht an dicht an den drei großen rustikalen Tischen in der Wirtsstube saßen. Monika Groner, früher Bürgermeisterin in Unterdießen, leitete die Wahl, die zügig abgewickelt wurde. Die beiden Sprecher des Aktionsbündnisses, Christine Reineking und Wolfram Ruoff, bekamen jeweils 19 von 20 Stimmen. „Ich find’s großartig“, kommentierte die Unterdießenerin das Vertrauen.

Reineking ist 50 Jahre und wohnt seit zwei Jahren in Unter­dießen. Davor war sie zehn Jahre in Stoffen. Im Landkreis Landsberg ist sie seit 2003 wohnhaft. Aufgewachsen ist sie in Unterfranken. Die Ingenieurin für Architektur engagiert sich seit acht Jahren auch politisch, und zwar im Kreisverband der Grünen.

Wolfram Ruoff (58), der zweite Sprecher des Bürgerforums, ist in München aufgewachsen. Er ist nunmehr seit 30 Jahren in Leeder; Architekt und Fotograf ist er von Beruf. Er schildert im Gespräch mit dem KREISBOTEN, dass es heuer im April zur Initialzündung für das Aktionsbündnis Unterdießen Fuchstal (kurz AUF) kam. Da fand erstmals ein ökologischer Stammtisch in Leeder statt.

Ruoff warb dafür, dass sich das Bürgerforum Buntes Fuchstal beim Herbstmarkt in Leeder, am 13. Oktober, einem größeren Kreis bekanntmacht. „Wir können schon viel präsentieren“, bat er um Unterstützung dafür, einen Info-Stand in einem Pavillon zu gestalten. Auch soll beim Aktionsbündnis nach Möglichkeit monatlich ein fester Stammtisch einberufen werden. Der nächste ist am 7. Oktober um 19 Uhr, wobei das Lokal noch bekanntgegeben werde. Am 18. November ist ein Themenabend zum „Flächenfraß“ geplant, im „Haus der Begegnung“ in Asch.

Fünf Beisitzer sind in das Aktionsbündnis gewählt worden. Die meisten Stimmen erhielten Beate Schnorfeil aus Unterdießen und Professor Dr. Stefan Winghart aus Asch. Laura Glas, Eleonore Mühlberg und Claudia Heinzl komplettieren die Riege der Beisitzer. Gerhard Stützl verfehlte knapp die Zahl der erforderlichen Stimmen.

Auf der Versammlung, zu der sich auch Gemeinderat Heinz Nehrenheim (Seestall) einfand, gab es Kurzberichte aus den Projektgruppen. Thea Wolf schilderte erste Aktivitäten zum Erhalt der Artenvielfalt und brachte als Beispiel den Blühstreifen am Dreiweiherweg in Leeder. Alexandra Senfft will in der Projektgruppe die Erinnerungskultur an die NS-Zeit fördern und dazu beitragen, dass die Gedenkstätte informativ und interessant für Schüler und Besuchergruppen aufbereitet wird. Zugleich soll sie in einen Verbund mit anderen Gedenkstätten im Bereich Landsberg einbezogen werden.

Sepp Gruber berichtete zur Integration. Da gelte es, die Inte­gration der Flüchtlinge im Fuchstal voranzubringen und sie auch abzuschließen. Zur Mobilität berichtete Andreas Hoehne aus Asch. Auf einer Karte wurde das Radwegenetz bewertet – mit grün markierten gut ausgebauten Routen bis hin zu den rot dargestellten Schwachpunkten.

Stefan Winghart griff die Orts­entwicklung auf. Die Gemeinde Fuchstal engagiere sich beim Hoferhaus in Seestall; das sei ein positives Beispiel. In Unterdießen wolle das Bürgerforum mit Bürgermeister Alexander Enthofer und der Architektin Ideen entwickeln, wie der ehemalige „Goggl“-Wirt zu einem Bürgertreff werden könne.
Johannes Jais

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