Räte lassen Blumen sprechen

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Zinnteller für alle (von links): Robert Behl (12 Jahre, CSU), Franz Steigenberger (36, CSU), Bürgermeister Herbert Kirsch, Dr. Elisabeth Weber (6, Dießener Bürger), Franz Sanktjohanser (24, Offener Kreis), Pius Abendthum (12, BP), Heinrich Papesch (30, Fw), Roland Kratzer (6, Dießener Bürger). Nicht im Bild: Dr. Wolfgang Salzmann (6, CSU).

Dießen – In der letzten Gemeinderatssitzung der zurückliegenden Amtsperiode stand Abschiednehmen im Mittelpunkt. Bürgermeister Herbert Kirsch erinnerte an die „gute Zusammenarbeit“ und entließ acht, denen er für ihren „Fleiß“ und ihre „Loyalität“ zu dankte.

Demokratie lebe von Vielfalt und unterschiedlichen Meinungen, betonte Kirsch. Trotzdem sei es dem Gremium immer ein Anliegen gewesen Entscheidungen zu treffen, die von allen mitgetragen werden konnten. Dies habe der Gemeindeverwaltung und ihm als Bürgermeister stets den Rücken gestärkt. Dass in der Ratsrunde auch gerne und häufig gelacht wurde, wertete Kirsch als Ausdruck von freundschaftlichem und kollegialem Miteinander. Für die Zukunft wünschte das Gemeindeoberhaupt den acht Ex-Gemeinderatsmitgliedern, dass sie die gewonnene Zeit sinnvoll für Beruf, Familie und Hobbys nutzen können.

Mit dem Zitat „Wer Negus nicht kennt hat Dießen verpennt“ verabschiedete Kirsch das dienstältestes (36 Jahre) Gemeinderatsmitglied Franz „Negus“ Steigenberger (CSU). Für die Freien Wähler war Heinrich Papesch 30 Jahre mit dabei, davon viele Jahre als 3. Bürgermeister. Franz Sanktjohanser (Offener Kreis) gehörte dem Gemeinderat seit 24 Jahren an.

Sanktjohanser übernahm es, sich im Namen seiner ausscheidenden Gemeinderatskollegen bei Kirsch und der Verwaltung für die allseits gute Zusammenarbeit zu bedanken und er lies dabei Blumen sprechen: Vergissmeinnicht gab es für die stets hilfsbereite Ansprechpartnerin im Hauptamt, Sonja Scheuerl. Birgit Thaller kenne „Licht und Schatten“ aus dem Ordnungs- und Sozialamt und bekam eine Tag- und Nachtschattenpflanze.

Über einen hübschen Steinbrech, der nach Ansicht Sanktjohansers seinem Namen, zum Beispiel in zubetonierten Garageneinfahrten alle Ehre machen könne, durfte sich Bauamtsleiterin Johanna Schäffert freuen. Pfennigkraut, das sich „unheimlich vermehrt“, gab es für Kämmerer Max Steigenberger. Botanisch aufgerüstet wurde das Hauptamt mit einer Pfefferwurz für Amtsleiter Erich Neugebauer. Diese könne man unangenehmen Besuchern wirkungsvoll unter die Nase halten.ber eine fleischfressende Venusfalle die, so Sanktjohanser, nicht nur Fliegen, sondern möglicherweise auch politische Widersacher vernascht, durfte sich der Bürgermeister freuen.

Ursula Nagl

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