Der Bürgerprotest zeigt Wirkung

Auf Geheiß der Kreisverwaltung ist die Blaue Tonne von der Bildfläche verschwunden, doch das muss ja nicht für immer sein. Denn der erste Schritt hin zum Holsystem im Bereich Altpapier scheint vollzogen: Auf seiner Sitzung am 20. April wird der Kreisausschuss und danach der Kreistag das Thema neu diskutieren.

Wie mehrmals im KREISBOTEN berichtet, war nach dem Verbot der privaten Altpapiersammlung via Blaue Tonne der öffentliche Druck auf die Kreisverwaltung immer größer geworden. So sammelte etwas das Ehepaar Elke und Thomas Konter aus Kaufering in kürzester Zeit 4200 Unterschriften und legte sie vergangene Woche auf den Tisch des Landrates. Wäh­rend am Ammersee-Westufer eine zweite Protestaktion läuft, bestellte Landrat Walter Eichner am Dienstag vergangener Woche die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages zur Lagebe­sprechung in sein Büro. Nicht öffentlich wird beraten und am Ende beschließt man einstimmig, das heiße Thema Altpa­pier­samm­lung erneut zu dis­ku­tieren. Wenig später bedankt sich der Landrat im Kreisausschuss für die offene Aussprache und begründet: „Es hätte wohl im April vergangenen Jahres eine andere Diskussion im Kreistag gegeben, wenn die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes schon frü­her gefallen wäre.“ Er, Eichner, gehe davon aus, dass die anstehenden Debatten in einen Konsens münden werden: von der aktuellen Wirtschaftlichkeit hin zu mehr Bürgerfreundlichkeit. Die Verantwortlichen im Abfallwirtschaftsreferat des Landratsamtes dürften inzwischen eifrig an dem Thema feilen: Bis zum 20. April müssen mögliche Lösungen für die Altpa­pier­­sammlung vorliegen.

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