Viel Info, wenig Austausch

Bürgerversammlung in Eresing: Ersatzbau für Alte Schule geplant

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Die Alte Schule am Dorfplatz soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Eresing – Die Entwicklung der Gemeinde, das geplante Glasfasernetz, der Neubau der Alten Schule und der Dauerbrenner Verkehr – an großen Themen herrschte kein Mangel bei der Eresinger Bürgerversammlung im Alten Wirt. In zweieinhalb Stunden gab es viel Information, aber so gut wie keine Diskussion.

Für die Alte Schule am Dorfplatz soll ein Ersatzbau geschaffen werden. Die Pläne des Architekten Christoph Maas waren im Rahmen der Bürgerversammlung zu besichtigen. Demnach sollen im Erdgeschoss des Neubaus Funktionsräume für Versammlungen und Ausstellungen sowie der neue Sitz der Gemeindeverwaltung geschaffen werden. Im ersten Stock entstehen ein Sitzungssaal für den Gemeinderat und ein Raum für standesamtliche Trauungen. Auch das Gemeindearchiv wird hier untergebracht. Bürgermeister Josef Loy erhofft sich für das Gebäude „eine möglichst vielseitige Nutzung kultureller und gesellschaftlicher Art“. 

Nach dem einstündigen Bericht des Bürgermeisters hatte ein Vertreter der Deutschen Glasfaser Gelegenheit, die Ausbaupläne für Eresing vorzustellen. Sollten mindestens 40 Prozent der Haushalte Interesse haben, erhält der Ort ein schnelles Breitbandnetz. Und schließlich kam noch Landrat Thomas Eichinger zu Wort, der über die neusten Entwicklungen im Landkreis berichtete. 

Möglich, dass sich mancher Zuhörer im vollbesetzten Saal von der Informationsfülle erschlagen fühlte – als endlich die Bürger hätten zu Wort kommen können, waren die ersten bereits gegangen. Lothar Bergmann ergriff die Gelegenheit, erneut für ein Spielzeugwaffenverbot auf dem alljährlichen Ulrichsmarkt zu plädieren. Die Fieranten sollten seiner Meinung nach dazu verpflichtet werden, keine „täuschend ähnlichen Spielzeugwaffen“ mehr zu verkaufen. „Krieg und Mord ist kein Spiel“, so Bergmann. 

Ein anderer Bürger hatte sich bereits im Vorfeld schriftlich über eine Reihe von Baumfällungen beschwert und Ersatzpflanzungen beantragt. Diese werde es geben, versicherte Bürgermeister Josef Loy. Zu guter Letzt brachte Michael Schlosser das Thema Verkehr auf den Tisch und lieferte sich mit Landrat Eichinger eine kurze Debatte über Tempo 30 in der Hauptstraße und einen möglichen Beitritt des Landkreises zum MVV – beides erscheint derzeit utopisch.

Ulrike Osman

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