Bahnübergang hat Priorität

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Der Bahnübergang in Riederau, der im Westen von der Staatsstraße tangiert wird, soll sicherer werden.

Dießen/Riederau – Zufrieden sind die Riederauer mit der Dießener Gemeindepolitik – das zeigte sich bei der Ortsversammlung mit rund 60 Zuhörern. Für die hatte Bür-germeister Herbert Kirsch dann auch gute Nachrichten.

Riederau sei der Ortsteil, der hervorragend ans Datennetz angeschlossen sei, betonte er mit Hinweis auf den Haushalt. Darin sind für die Breitbandversorgung noch 100000 Euro festgeschrieben. Allein in Riederau werden heuer Erschließungsbeiträge in Höhe von 400000 Euro (insgesamt 644800 Euro) für das Neubaugebiet am Malerweg fließen. Da genug Bauplätze da seien, gebe es auch einen stetigen Bevölkerungszuwachs, meinte der Bürgermeister. Mit 1541 Einwohnern hat der Ortsteil 39 mehr als vor einem Jahr. 

Eine Anfrage hatten Kathrin und Dieter Gabriel: Zum Sachstand bezüglich des geplanten Radweges von Dießen über Raisting nach Fischen teilte Kirsch mit, dass derzeit bereits die siebte Variante geprüft werde. Gemeinsam mit seinen Bürgermeisterkollegen aus Pähl und Raisting habe er diesbezüglich bereits einen Termin bei der Regierung von Oberbayern vereinbart.

Auch die straßenbegleitende Radwegvariante entlang der Birkenallee von Dießen nach Fischen möchten die Bürgermeister wieder ins Gespräch bringen. „Wir wollen da nochmals einen massiven Anlauf starten. Wir fahren jetzt zweigleisig“, betonte Kirsch.

Zum zukünftigen Nutzungskonzept des gemeindeeigenen Bahnhofs in Riederau soll in dieser Woche vor Ort ein Gespräch mit den Riederauer Gemeinderäten und dem Verschönerungsverein stattfinden. Aufgrund eines Angebots der Deutschen Bahn könne es hier bald zwei Toiletten geben, so Kirsch.

Höchste Priorität habe auch die Modernisierung des Bahnübergangs. Ein Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt gab es bereits. „Noch haben wir in Riederau den gefährlichsten Bahnübergang am Ammersee-Westufer. Da muss was passieren.“ Die Bahnübergänge in Schondorf und Bierdorf seien in den letzten Jahren gemacht worden, nun sollte Riederau an der Reihe sein. Vor diesem Hintergrund bat Kirsch um Geduld hinsichtlich einer voreiligen Neuordnung des Geländes entlang der Gleise.

Ein kleines Schmankerl für alle Anwesenden war auch die Namensgebung für die neue Ostwestverbindung vom Maler-weg zum Gartenweg. Gemäß einem Vorschlag der Gemeinde, der allgemein Gefallen fand, soll die kleine Ortsstraße „Am alten Sportplatz“ heißen, teilte Kirsch mit. Abschließend bedankte sich Kirsch bei den Riederauern und beim Netzwerk Asyl Dießen für die warmherzige Aufnahme von zwölf Asylbewerbern, die seit einigen Wochen im ehemaligen Forsthaus von Riederau leben. „Das sind alles nette Leute“, so der Tenor.

Ursula Nagl

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