Stimmkreis 224: Versteinerte Minen, verhaltene Freude beim Sieger, hohe Wahlbeteiligung

Kießling gewinnt

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Gratulation: Die Landräte Thomas Eichinger (Landsberg) und Karl Roth (Starnberg) freuen sich mit Michael Kießling (Mitte), dem frischgebackenen Bundestagsabgeordneten

Starnberg/Landsberg - Michael Kießling heißt der neue CSU-Bundestagsabgeordnete für den ebenfalls neuen Wahlkreis 224 (Landkreise Landsberg, Starnberg, Stadt Germering). Der 44-jährige Bürgermeister aus Denklingen holte mit 40,8 Prozent das Direktmandat. Damit liegt er über dem Bayern-Ergebnis der CSU.

Sein Mitbewerber Christian Winklmeier (SPD) kommt vorläufig auf 15,7 Prozent, Kerstin Täubner-Benicke von den Grünen holt 13,5 und die Gautinger FDP-Gemeinde- und Kreisrätin Britta Hundesrügge 12,2 Prozent der Erstimmen. Für Martin Hebner (AfD) votierten 7,8 und für Bernhard Feilzer (Linke) 3,6 Prozent. Die weiteren Ergebnisse: Harald von Herget (Freie Wähler) 2,6; Tobias McFadden (Piraten) 0,8; Karin Boolzen (ÖDP) 1,27; Heinz Thannheiser (Bayernpartei) 1,28 und Claudia Ruthner (parteilos) 0,38 Prozent.

Von einer Wahl-Party wollte im Starnberger Landratsamt heute Abend niemand der Versammelten sprechen - unter ihnen die CSU-Landtagsabgeordneten Ute Eiling-Hütig und Alex Dorow, der Landsberger Landrat Thomas Eichinger, Alt-Landrat Heinrich Frei sowie einige Bürgermeister. Die CSU verliert rund zehn Prozent, die SPD 4,5 im Bayern-Trend, dafür räumt die AfD über 13 Prozent ab. Lachende Gesichter gabs dagegen bei der FDP. Annette von Nordeck aus Pöcking kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. Und auch Siegried Friedl-Lausenmeyer, die langjährige Kreisvorsitzende, freute sich über den Erfolg der Liberalen insgesamt - und über das Ergbnis von Britta Hundesrügge im besonderen.

Mit einem "lachenden und weinenden Auge" nahm Michael Kießling das Ergebnis auf. Denn mit dem Mandat für Berlin heißt es Abschied nehmen vom Bürgermeisteramt. In Berlin will Kießling erst einmal die Koalitionsverhandlungen abwarten und "dann einmal sehen, welcher Ausschuss für mich interessant ist", sagte er. Und Christian Winklmeier freut sich über sein gutes Abschneiden: "Aus dem Stand 15 Prozent, das ist ein tolles Ergebnis für mich." Ans Aufhören denkt der 26-Jährige nicht: "Mich kriegt hier keiner so schnell los."

Die Wahlbeteiligung lag mit 85 Prozent deutlich höher als vor vier Jahren. Die Wahlergebnisse werden unterwww.landkreis-landsberg.de immer wieder aktualisiert.

Mehr zum Wahlausgang, Einschätzungen der Kandidaten und weitere Ergebnisse in unserer Mitwochsausgabe. po 

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