Verteidigungsministerin von der Leyen

Transportflieger A400M heben auf dem Lechfeld ab

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Die Entscheidung ist gefallen: Ein Teil der A400M-Flotte wird in Lagerlechfeld stationiert.

Lagerlechfeld – Die Zukunft des Luftwaffenstandorts Lager­lechfeld ist langfristig gesichert: Die Bundeswehr stationiert auf dem Fliegerhorst den neuen Transportflieger Airbus A400M, investiert dafür 170 Millionen Euro und schafft 500 zusätzliche Dienstposten fürs Lechfeld.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gab die Standortentscheidung gestern anlässlich ihres Besuches beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf bei Hannover bekannt. Sie sprach von einem „besonderen Moment für das Lechfeld“, einem Moment mit Zukunft und Perspektive. Hauptstandort für den Transall-Nachfolger mit 37 Tonnen Nutzlast wird Wunstorf bleiben, wobei 13 der insgesamt 53 A400M in Süddeutschland stationiert werden – aus strategischen Gründen, schließlich gelte es, einen multinationalen Verband aufzustellen, der 2025 seinen Betrieb aufnehmen soll. Mit besten Voraussetzungen dafür habe eben der Standort Lechfeld aufwarten können.

Toni Schwaiger

Kommentar:

Was für eine gute Nachricht: Die Transportflieger kommen zu uns zurück. Zwölf Kilometer Luftlinie von Penzing entfernt, auf dem Fliegerhorst Lechfeld, investiert die Luftwaffe in den nächsten sechs Jahren 170 Millionen Euro, damit von dort ab 2025 voraussichtlich 13 der insgesamt 53 Airbus A400M der Bundeswehr eingesetzt werden können. Der Standort wächst bis dahin um 500 Dienstposten an.

Damit wird das Flugfeld, das seit der Auflösung des Jagdbom­bergeschwaders 32 im Jahr 2013 nur noch als Ausweichplatz diente, wieder von einem eigenen Verband betrieben. Derzeit ist geplant, hierfür eine neue multinationale Einheit zu bilden. Das Lechfeld würde dann eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen. Ob als Geschwader oder Staffel, international oder doch nur national, das bleibt abzuwarten.

Die Entscheidung, aus dem Flugplatz Lechfeld wieder den Standort Lechfeld zu machen, ist in jedem Fall sinnvoll. Von hier aus sind die A400M eine Flugstunde näher an den meisten Einsatzorten. Und die Region, zu der auch die (teils in Auflösung befindlichen) Standorte Penzing, Altenstadt und Kaufbeuren gehören, verfügt über ein breites Fachkräftepotential für luftfahrttechnische Anwendungen.

Um Fluglärm müssen sich die Anwohner keine Sorgen machen. Während früher Tornados über Klosterlechfeld donnerten, produzieren die A400M nur ein vergleichsweise gefälliges Brummen. Das sollte niemanden stören, zumal: Nun entstehen eine Menge Arbeitsplätze, nun winken viele Aufträge für die heimische Wirtschaft.

Auch im Landkreis Landsberg sollte man sich über das Votum fürs Lechfeld freuen. Penzing kam als A400M-Standort nicht in Frage. Aber von der Ulrichkaserne fährt man genauso schnell nach Landsberg wie nach Augsburg. Der Landkreis bekommt eine Konversionsfläche und hat trotzdem in seiner Nähe wieder einen wichtigen Luftwaffenstandort. In diesem Sinne: Welcome back! Werner Lauff

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