Ein Bungalow wird erwachsen – Familie Springer aus Oberwindach siegt beim Wettbewerb "Unser Erbe – Unsere Zukunft"

„Unser Erbe – unsere Zukunft“ ist der Titel eines Wettbewerbs, den die Zeitschrift „Das Haus“ gemeinsam mit den Lan­des­bausparkassen ausgeschrieben hat. Gesucht wurden Bauprojekte, bei denen eine Alt-­Immo­bilie besonders liebevoll und kreativ modernisiert wurde, nach dem Motto „Vom Aschenputtelhaus zum Schmuckstück“. Sieger des bundesweiten Wettbewerbs ist die Familie Springer aus der Gemeinde Windach.

Das Haus von Klaus und Carina Springer liegt in einer Hanglage in der Lindenstraße am Ortsrand von Oberwindach. Ursprünglich hatte der Bungalow aus den 60er Jahren nur eine Wohnfläche von 75 Quadratmeter – zwei Zimmer, Küche, Bad. Die Bausubstanz war jedoch gut, und die Hanglage hätte einen Abbruch zu einem teuren Unterfangen werden lassen. Deshalb entschied sich das Ehepaar, gemeinsam mit dem Kemptener Archi­tek­ten Roberto Gardoni das alte Haus zu renovieren und mit einem modernen Anbau zu verbinden. So entstand ein 220 Quadratmeter großes Traumhaus, das die Jury des Architekturwettbewerbs als „be­sonders gelungenes Ensemble“ bewertete. Die harmonischen Proportionen des Altbaus blieben erhalten und wurden über einen flachen Eingangstrakt geschickt mit dem massiv aus Gasbeton errichteten Neubau verbunden. Die ehemalige Terrasse verwandelte sich in einen Eingangsflur, und sogar ein alter Außenkamin konnte integriert werden. Im neuen Teil des Hauses entstand eine großzügige, zweistöckige Wohnhalle mit Galerie und einem riesigen Glas-Element in der Westfassade, das den Blick auf das umliegende Naturschutzgebiet freigibt. Aus der Wohnküche sowie den ebenerdigen Schlafzimmern gelangt man direkt in den Garten. Der Neubau erhielt Fußboden- und Wandheizungen, die mit Erdgas beziehungsweise Holzpellets betrieben werden, im Altbau wurden außerdem moderne Heizkörper angeschlossen und neue Wasserleitungen verlegt. Viel gespart Mit einem knappen Jahr Bauzeit und rund 220000 Euro seien die Umbaukosten um einiges unter dem finanziellen Aufwand eines Neubaus geblieben, der pro Quadratmeter umbauten Raums zwischen 1300 und 1500 Euro verschlungen hätte, berichtet der Architekt aus dem Oberallgäu. Gardoni wurde für seine Leistung mit einer Urkunde ausgezeichnet, während sich Klaus und Carina Springer gemeinsam mit ihren Kindern Carla (7) und Theo (5) über 7000 Euro freuen, die als Hauptpreis auf einen Bausparvertrag über 17000 Euro eingezahlt wurden. Sie konnten sich bundesweit gegen rund 80 Konkurrenten durchsetzen, die sich an dem Wettbewerb beteiligten. Insgesamt wurde eine Gewinnsumme von 31000 Euro ausgeschüttet.

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