"emma" muss abspecken

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Das Carsharing-Unternehmen „emma car“ muss nun seine Standorte in Schondorf und Inning schließen und auch die Flotte verkleinern.

Utting – Vor gut zwei Jahren wurde das Carsharing-Unternehmen „emma car“, das ausschließlich mit Elektro- und Hybridautos arbeitet, gegründet. Die Flotte war zu Beginn des Jahres auf sieben Autos mit Standorten in Dießen, Utting, Schondorf und Inning angewachsen. Nun werden die Standorte Schondorf und Inning geschlossen, da sich zu wenige Teilnehmer finden.

„emma car“ wurde von den Mitgliedern des Vereins emma e.V. mit dem erklärten Ziel eröffnet, die Mobilität auf dem Land zu verbessern und gleichzeitig Emissionen zu reduzieren. Die Anteilseigner Armin Klößel, Hans-Peter Bailer und Karl H. Mayer sind jedoch nicht entmutigt, sondern wollen weiter machen. 

Armin Klößel erklärt dazu: „Wir haben vorsichtig investiert, kein Auto geleast, sondern alles bar bezahlt und zwei Autos der Flotte wurden uns von umweltfreundlich gesinnten Teilnehmern sogar geliehen. Während dieser zwei Jahre haben wir uns natürlich den Umsatz an den verschiedenen Standorten angesehen. Unsere Erkenntnis: „emma car“ läuft in Utting gut. An den anderen Standorten gelang es uns leider nicht, die Zahl der Teilnehmer zu steigern. Sie blieb zu gering, um selbst unser bescheidenes Ziel einer Kostendeckung zu erreichen.“ 

Die Macher von „emma car“ schätzen, dass pro Auto etwa sechs regelmäßige Nutzer benötigt werden, um die Kosten des laufenden Betriebs zu decken. In Schondorf hat „emma car“ drei Nutzer (darunter die Gemeinde selbst) und in Inning zwei Nutzer. Deshalb wird Schondorf geschlossen, und auch Inning steht vor der Schließung. Ein Elektroauto ist bereits verkauft, ein weiteres Fahrzeug soll bald veräußert werden. 

In Utting hat „emma car“ 17 Teilnehmer, das bedeutet, dass dieser Standort auf jeden Fall gehalten wird. Dießen ist noch zu neu, um eine Aussage zu treffen, obwohl auch hier die Zahl der Teilnehmer bis dato zu gering ist. „Natürlich bedauern wir diese Entwicklung, doch sind wir nicht entmutigt“, erklärt Armin Klößel. „Weiterhin wollen wir Carsharing im Landkreis Landsberg etablieren, möglichst mit emissionsfreien oder emissionsarmen Autos. Im Rahmen des Vereins arbeiten wir weiter an Mobilitätskonzepten, die auch über das Betreiben eines Carsharings hinausweisen“, so Klößel. Außerdem engagiere man sich für LENA, die für eine Emissionsreduzierung auch im Bereich des Verkehrs eintrete.

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