Chance verpasst

Bein gestellt: Peter Klemm und der HCL stolperten unglücklich über den Landesligisten EV Pegnitz und verpassten damit den Finaleinzug im Bayernkrug-Wettbewerb. Foto: Krivec

Alles gut – bis auf das Ergebnis und die Verletzung des Kapitäns: Nach dem 2:4 in Pegnitz vom Freitag und dem 5:4-Sieg am Samstag zuhause ist der HC Landsberg nach dem Halbfinale denkbar knapp nach einer bravourösen Leistung gegen den hohen Favoriten aus dem Bayernkrug ausgeschieden. Die schlimmste Nachricht des Wochenendes ist allerdings, dass sich Kapitän Markus Haschka am Freitag eine Verletzung zuzog, die ihn wohl für Monate außer Gefecht setzen wird.

Nicht einmal eine Minute war in Pegnitz gespielt, als Haschka vom Eis getragen wurde. Seinem Gegenspieler macht er nach dem Zusammenprall aber keinen Vorwurf: „Ich bin schon vorher umgeknickt, der ist dann einfach nur in mich reingefahren.“ Die erste Diagnose im Krankenhaus vor Ort und einen Tag später vom heimischen Physiotherapeuten war niederschmetternd: Außenband, Kreuzband und Meniskus im Knie sind lädiert, über das genaue Ausmaß der Verletzung soll eine Computertomografie in dieser Woche Aufschluss geben. „Haschi“ gibt sich kämpferisch: „Wenn wirklich soviel kaputt ist, werde ich mich sofort operieren lassen. Ich will keine Minute verlieren, um für die nächste Saison wieder fit zu werden.“ Mit Streckverband am Knie verfolgte er auf der Spielerbank engagiert am Samstag auch das Rückspiel gegen Pegnitz, musste aber zuletzt genauso hilflos wie die gut 300 Zuschauer im Stadion zusehen, wie die Riverkings die durchaus mögliche Sensation gegen den Favoriten vergaben. Mit nur zehn Feldspielern hatte man bei den Franken unter unwirtlichen Bedingungen im Freiluftstadion die Niederlage auch ohne gelernten Verteidiger dank einer überragenden Leistung von Torwart Michael Falkenberger, einem aufopferungsvollen Kampf in der Defensive und zweier Treffer von Ali Endres in Grenzen gehalten.Im Rückspiel am Samstag mussten die Riverkings zwar wie schon im Hinspiel überraschend erneut auf Michael Hess verzichten und gerieten durch Hagens Tor auch schnell in Rückstand. Crisan mit seinem Alleingang, Bonenberger mit einem verdeckten Schlenzer und Hanemann mit einem sehenswerten Tor in Unterzahl sorgten dennoch für die verdiente 3:1-Führung zur ersten Pause – das hätte eine Verlängerung bedeutet. Im zweiten Drittel hätten die Riverkings die Geschichte mehr als einmal klar machen können. Hanemann und Klemm tauchten nach sehenswerter Vorarbeit dreimal in kurzer Distanz frei vor dem gegnerischen Tor auf, brachten den Puck aber am zum Schluss hin immer stärker werdenden Daniel Sellerer nicht vorbei. Insgesamt schenkte man allerdings trotz der überzeugenden Leistung den Favoriten den Sieg: Dem 3:2 durch Glück ließ Endres zwar sofort den nächsten Treffer für Landsberg folgen. Die Gäste kamen aber ohnehin zuvor und danach nur durch tätige Mithilfe der Landsberger zu den entscheidenden Treffern: Hanemann und Zeck legten dem Gegner die Scheibe im eigenen Drittel quasi mustergerecht auf, Falkenberger (der ansonsten überragend hielt) machte einmal die kurze Ecke auf. Enttäuschte Spieler Durch die Powerplay-Tore von Endres und Zeck ging man zwar noch mit 5:4 in Führung, zum Erreichen des Finales reichte das allerdings nicht mehr, obwohl man kurz vor Schluss den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm und das gegnerische Tor unter Dauerbeschuss nahm. „Wir sind sehr enttäuscht“, so der verletzte Markus Haschka nach dem Spiel. „Ich denke, wir waren die bessere Mannschaft, hatten genügend Chancen und hätten den Einzug ins Finale auch verdient gehabt. Jetzt konzentrieren wir uns eben auf die Meisterschaft.“ Da hat man am nächsten Wochenende im Halbfinale Bad Kissingen zu Gast (Freitag, 20 Uhr).

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