Charmanter Platanenhain

Auf dem Vorplatz der neuen Bücherei sollen ein schattenspendender Platanenhain sowie ein großes Schachbrett schon bald zum Verweilen einladen. Foto: Bauch

Der erste Schritt ist getan: Das Areal um die neue Bücherei am Fuggerplatz soll in einem ersten Bauabschnitt als schattenspendender Platanenhain erfolgen. Das hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, nachdem Architekt Eberhard von Angerer zwei Kon-zepte zur Auswahl stellte. Einigen Gemeinderäten ging das entschieden zu schnell – sie forderten zuerst die Planung für den gesamten Fuggerplatz auszuarbeiten.

Planungsgrundsätze für von Angerer waren die Barrierefreiheit des Vorplatzes der neuen Bücherei, ebenso wie die Schaffung von Parkplätzen, Fahrradstellplätzen und beschatteter Sitzgelegenheiten. Auch soll ein direkter Verbindungsweg zwischen Fuggerplatz und Bücherei geschaffen werden. In seiner ersten Variante schlug der Architekt vor, einen Platanenhain anzulegen. „Diese Idee finde ich sehr charmant“, fand Gabriele Triebel (GAL). Einige Gemeinderäte allerdings waren besorgt, dass die Glasfassade des Gebäudes dadurch zu sehr verschattet würde oder dass der geplante Christkindlmarkt dort so nicht stattfinden könne. Das ließe sich mit Variante zwei besser realisieren: von Angerer schlug vor, vor der Bücherei nur zwei große Bäume zu pflanzen, die dann von Rundbänken umringt werden. Bei beiden Ideen sei auch ein Verbindungsweg über die Albert-Schweitzer-Straße bis hin zum Fuggerplatz geplant. „Die Verbindung soll mit farbigem Asphalt hervorgehoben werden und barrierefrei sein“, so von Angerer. Für die Räte warfen jedoch beide Varianten noch einige Fragen auf. Hans Koch (SPD) meinte, man solle ein Gesamtkonzept zum Fuggerplatz realisieren und nicht zuerst den Teil vor der Bücherei. „Wir sollten die Baumaßnahme nicht trennen, sondern in einem Guss machen.“ Gabriele Hunger (CSU): „Ich habe Angst, dass was verbaut wird, daher würde ich bis nächstes Jahr ein Gesamtkonzept umsetzen.“ So lange wollte Alex Glaser (GAL) zwar nicht warten, doch ging auch ihm die Planung zu schnell: „Wir sollten nochmal vier bis sechs Wochen darüber nachdenken.“ Er schlug daher vor, den Tagesordnungspunkt „Vorplatz Bücherei“ auf die nächste Sitzung zu vertagen, was auch bei Johann Drexl (parteifrei) Zustimmung fand – jedoch mehrheitlich abgelehnt wurde. Bürgermeister Erich Püttner erinnerte, dass es ja zunächst nur um den südwestlichen Teil der Bücherei ginge, da beim nördlichen Teil der Landkreis miteinbezogen werden müsse. Die Planung zur Variante „Platanenhain“ von Eberhard von Angerer wurde schließlich von 13 Befürwortern abgesegnet. Außerdem soll noch ein großes Schachbrett vor der Bücherei angelegt werden. Die Ausschreibung soll dann beschränkt zusammen mit der Ausschreibung zu den Umbauarbeiten westlich und nördlich des Fuggerplatzes erfolgen.

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