Nach 30 Jahren ist Schluss

Stadtwerkechef Norbert Köhler geht Ende des Jahres in Ruhestand

+
Stadtwerkechef Norbert Köhler geht in den Ruhestand.

Landsberg – Angefangen hat er 1989 als Betriebsingenieur bei den ‚Städtischen Werke‘. Jetzt geht Stadtwerke-Chef Norbert Köhler in den Ruhestand. Bis Ende des Jahres wird er noch in der Epfenhausener Straße zu finden sein, bevor er das Kommunalunternehmen verlässt. „Dann werde ich all das tun, was ich in all den Jahren wegen des Berufs hintenangestellt habe“, freut sich der Stadtwerkeleiter.

Ende des Jahres gibt Köhler sein Amt ab. Laut Satzung sollte er erst 2020 mit 65 in Rente gehen. Und lange Zeit sei er sich auch nicht sicher gewesen, ob er nicht doch noch den bis Ende des Jahres laufenden Vertrag um die Zeit bis zu seinem 65. Geburtstag verlängern sollte, sagt Stadtpressesprecher Andreas Létang. Er hänge schon an seinem Job. Oder wie OB Mathias Neuner es bei der Personalversammlung am Donnerstag formulierte: „Es ist nicht nur sein Beruf, sondern auch seine Berufung.“ Schweren Herzens werde sich Köhler in den Ruhestand verabschieden. Seine Nachfolge wird wohl bis Ende des Jahres geregelt sein, sagt Köhler. Ein Name sei noch nicht gefallen. „Aber vielleicht haben wir ja schon in einem Monat jemanden.“

Im Ruhestand will sich Köhler vieles leisten, was der Beruf vorher verhinderte. „Ich war nur jedes zweite Jahr mit meiner Familie in Urlaub. Sonst musste meine Frau immer alleine mit den Kindern gehen.“ Auch der Imkerei wolle er sich widmen. „Ich hab Kinder und Enkel, ich hab einen Wald – Ich hab‘ genug zu tun.“

In Köhlers Zeit bei den Stadtwerken ist viel passiert. Die Bevölkerung Landsbergs wuchs um über 10.000 Menschen und damit mehrten sich auch die Aufgaben des damaligen Eigenbetriebs Städtische Werke, der später zum selbstständigen Kommunalunternehmen Stadtwerke Landsberg wurde. Inzwischen fallen auch die Tiefgaragen, das Stromnetz, der Ausbau des Glasfasernetzes, die Erschließung neuer Brunnen sowie der Bau von Wasserbehältern und Regenrückhaltebecken in den Stadtwerke-Aufgabenbereich.

In Köhlers Amtszeit wurde auch das neue, nicht unbedingt kostengünstige Betriebsgebäude in der Epfenhauser Straße gebaut. Die Tiefgaragen wurden saniert. die Lechgarage erweitert. Es gab das Projekt „Wasser 2010“, später „Wasser 2013“ mit dem Bau des Hochbehälters bei Pitzling und dem Rückbau des Behälters im Bayertor. Auch die Wasserversorgung in der Teufelsküche samt Ringleitung wurde ausgebaut und die Kläranlage ertüchtigt, sodass sie auch die Fuchstalgemeinden mitversorgt. Nicht zuletzt stieg die Anzahl der Mitarbeiter bei den Stadtwerken von 30 auf gut 100.

Bei all diesen Neuerungen war Köhler mit dabei. 1989 als Betriebsingenieur vom damaligen Chef, OB Mathias Neuners Vater, bei den Städtischen Werken eingestellt, war er ab 1991 Technischer Werkleiter, zwischen 2002 und 2010 Gesamt-Werkleiter. Mit Gründung des Kommunalunternehmens 2010 wurde er schließlich als Technischer Vorstand verpflichtet.

Köhler und dem Aufsichtsrat sei es wichtig gewesen, die Entscheidung für den Ruhestand den Mitarbeitern so früh wie möglich mitzuteilen. Eine offizielle Verabschiedung soll gegen Ende des Jahres stattfinden.

Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesen

Fischereier Perchtenlauf: Die wilden Tiroler Kerle erobern Dießen
Fischereier Perchtenlauf: Die wilden Tiroler Kerle erobern Dießen
Eine Chefin für Landsberg?
Eine Chefin für Landsberg?
Klares Signal für die Fuchstalbahn
Klares Signal für die Fuchstalbahn
Derivatekauf: Regierung pflichtet Landsberg bei
Derivatekauf: Regierung pflichtet Landsberg bei

Kommentare