Glänzend abgeschlossen

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Vox Villae, die Stimme des Dorfes: Der Liederkranz Weil zeigte mit seinen Darbietungen hohe Qualität und Können.

Landsberg – Einen Glanzpunkt zum Abschluss der weihnachtlichen Feiern versprach Maria Thomamüller vom Chorverband Landsberg. Und den bekam das Publikum auch. Sieben Chöre aus dem Landkreis sangen am Sonntag in Heilig Engel Kirchen- und Weihnachtsmusik – traditionelle Musik zur Blauen Stunde. Mit Tuba und Trompete setzte das bLechtett Scheuring Akzente zwischen die Stimmen.

Es gab auch selten Gehörtes: Der Liederkranz Mering sowie der Männerchor Erpfting teilten sich einen eher unbekannten Komponisten: Der ukrainisch-russische Dimitri Bortnianskyi schrieb Kirchenmusik im polyphonen Stil. Die zwei Lieder waren getragene Weisen, die schnell ins Ohr gingen. Mit einem „Trommellied“ von Wolfgang Lüderitz überraschte der Männerchor Erpfting: Der Ostinato-Rhythmus gab dem Lied einen besonderen Charakter.

Ein zeitgenössisches Werk des polnischen Komponisten Jozef Swider gab der Gesangsverein Kaufering zum Besten, das an „Oh du Fröhliche“ und „Still, still, still“ erinnerte. Und dass es schöne Dreikönigslieder auf bayerisch gibt, zeigte der Männerchor Igling mit seinem Beitrag. Mit Gitarren, Zithern und einer Flöte ließ sich der Landfrauenchor Landsberg bei seinen traditionellen Liedern unterstützen.

„Dass Gott in unser Dunkel kimmt“ von Kathi Stimmer-Salzeder leitete über zu einem der schönsten Weihnachtslieder: „Haben Engel wir vernommen.“ Dass das vocalensemble Landsberg ein hochqualitativer Chor ist, bewies er auch bei diesem Konzert mit einer ungewöhnlichen Fassung von „In dulci jubilo“: Der zeitgenössische Komponist William Hawley lässt das jubelnde Lied noch mehr strahlen und überrascht mit spannenden Zwischenteilen. Der Liederkranz Weil – Vox Villae – stand dem vocalensemble in nichts nach.

Das „Weihnacht, strahlendes Fest“ des Schweden Gustaf Nordquist sang der Chor ausgewogen und gekonnt. Es war lediglich leicht verwirrend, dieses Lied plötzlich mit deutschem Text zu hören. Wurde es doch auch vom vocalensemble beim Lucia-Singen ausgewählt – da hieß es natürlich „Jul, Jul, strålande jul“.

Susanne Greiner

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