Neues Soziales Netzwerk aus Ramsach:

Zuckerberg für Autofahrer

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Mit ihrer neuen App „STUPS!“ will die Ramsacherin Christine Ratzka (kleines Foto) Autofahrer per Kennzeichen zusammenbringen.

Ramsach – Oft blickt man in den Rückspiegel und möchte dem Fahrer hinter einem am Liebsten eine Botschaft übermitteln: „Mach doch dein Fernlicht aus“, „Wenn du noch näher auffährst, hängst du gleich in meiner Heckscheibe“ oder etwa „Darf ich dich auf ein Eis einladen?“. Das brachte die Ramsacherin Christine ­Ratzka auf die Idee für eine neue App. Über „STUPS!“, das seit August zum Download bereitsteht, können Nutzer über ihr Autokennzeichen miteinander Kontakt aufnehmen.

„Jahrelang hat mich die Idee nicht losgelassen“, beschreibt Christine Ratzka, die vor kurzem ihre Idee einer eigenen App verwirklichte. „STUPS!“ heißt die Anwendung, die sowohl ­Android- als auch ­Apple-Nutzer auf ihrem Smartphone kostenlos installieren können.

Bei der Registrierung fragt die App unter anderem nach dem Autokennzeichen, verpflichtende Angaben müssen Nutzer ansonsten kaum machen. Freiwillig können angehende „Stupser“ beispielsweise Beziehungsstatus, Wohnort oder ein persönliches Motto preisgeben – vielleicht, um per Autokennzeichen sogar die Liebe des Lebens kennenzulernen?

Ratzka jedenfalls hat ihrem Einfall seinen Namen deshalb verpasst, weil sich zwei Autofahrer auf diese Weise „mal anstupsen und Kontakt aufnehmen können“. Schon 103 Stupser haben sich im ersten Monat registriert, davon rund ein Drittel mit Landsberger Kennzeichen. Viele sind persönlich von der Gründerin geworben worden. Spätestens mit einer anstehenden Werbe-Offensive möchte die 51-Jährige aber einen ersten Durchbruch schaffen. Immerhin bis Hannover sei die App sogar schon durchgedrungen.

Endstation soll dort aber noch lange nicht sein. „Wenn die App gut angenommen wird, soll sie die ganze Welt erobern“, sagt Ratzka. Auf die Frage, ob Landsberg also bald seinen eigenen Mark Zuckerberg habe, lacht sie nur. Im Gegensatz zu Facebook sei ihr Netzwerk aber vorrangig für den deutschsprachigen Raum gedacht. Dort gebe es ihre Idee als App bislang noch nicht.

Ihr Markenzeichen nun eingetragen zu haben, macht die Penzingerin „sehr stolz“. Schließlich war der Weg dorthin auch eine Menge Arbeit: Rund 30 Stunden wendet sie wöchentlich auf, um das Projekt anzutreiben. Homepage und App hat die 51-Jährige zuletzt fertiggestellt, jetzt müssen nur noch die Nutzer ihren Beitrag leisten.

Marco Tobisch

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