Am Cineplex Penzing:

Achtung, falsche Einfahrt!

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Das von der Gemeinde installierte Verbotsschild soll Kino-Besucher an der Einfahrt in den Feldweg hindern. Das Cineplex-Schild (kleines Bild) lassen die Behörden nicht zu.

Penzing – Der Feldweg, der südwestlich von Penzing von der Staatsstraße 2054 abzweigt, verleitet zu scharfen Bremsmanövern. Denn für Ortsunkundige sieht es fälschlicherweise so aus, als würde er zum Parkplatz des Cineplex-Kinos führen. Zahllose Beinahe-Unfälle sollen sich dort schon ereignet haben, berichten Kino-Mitarbeiter und auch Besucher. Der Betreiber möchte die Situation mit Hinweisschildern entschärfen, doch die Behörden stellen sich quer.

Wer aus Richtung Landsberg beziehungsweise von der Autobahn kommend Richtung Penzing fährt, sieht das Kino schon weitem. Und viele halten den Feldweg, der auf Höhe des Gebäudes links von der Staatsstraße abzweigt, für den kürzesten Weg zum Parkplatz. So wird aus hohem Tempo – an dieser Stelle sind 100 Stundenkilometer erlaubt – abgebremst, ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten. Nahezu jeden Tag lassen sich solche Situationen beobachten, so Cinexplex-Vertriebsleiter Oliver Kühne. „Auffahrunfälle können da jederzeit passieren“, schreibt er dem Staatlichen Bauamt Weilheim in einer E-Mail, die dem KREISBOTEN vorliegt.

Zur besseren Orientierung hatte das Kino-Management in Eigenregie Hinweistafeln aufgestellt, die die Gäste zur richtigen Abzweigung leiten sollten. Doch die Schilder wurden von den Behörden entfernt. Man halte die Anbringung der Wegweiser für nicht erforderlich und die rechtliche Zulässigkeit für zweifelhaft, teilte das Bauamt dem Cineplex mit. Bis auf die Gemeinde Penzing würden die Fachbehörden – befragt wurden Landratsamt und Polizei in Landsberg – das genauso sehen. Andere Betriebe im Gewerbegebiet könnten ebenfalls gesonderte Hinweisschilder einfordern, so die Befürchtung. Möglich sei aber ein Sammelhinweisschild, auf dem alle Namen aufgeführt würden.

Keine Werbung

„Die Behörden legen es aus, als wollten wir Werbung machen“, sagt Kinoleiter Dominic Seidl. „Dabei geht es uns nur um die Sicherheit.“ Das Haus sei an der fraglichen Stelle längst zu sehen, müsse also nicht via Werbe-Tafel auf sich aufmerksam machen. Vertriebsleiter Kühne schlug vor, eines jener braunen Hinweisschilder zu verwenden, die auf Touristenattraktionen hinweisen. Das Cineplex als einziger Kulturbetrieb im Gewerbegebiet rechtfertige ein solches Schild, das nur mit dem neutralen Hinweis „Kino“ ohne Namensnennung versehen werden könne.

Die Behörden winkten ab. Umsonst argumentierte Kühne, eine Sammeltafel an der Einfahrt zum Gewerbegebiet verfehle das Ziel. Denn wer an dieser Stelle ankommt, hat den Gefahrenpunkt bereits passiert und ist nicht der Versuchung erlegen, falsch abzubiegen.

Die Gemeinde Penzing hat zwischenzeitlich ein Schild aufgestellt, das die Einfahrt in den Feldweg verbietet. Dieses steht allerdings parallel zur Staatsstraße und ist somit für herannahende Fahrer nicht optimal zu erkennen. „Zudem“, so Oliver Kühne, „wird eben dieses Zeichen gerne ignoriert.“

Ulrike Osman

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