Kultur und Bildung:

"Die Beste für diesen Job"

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„Willkommen im Team“: Oberbürgermeister Mathias Neuner begrüßt die neue Abteilungsleiterin für Kultur und Bildung, Claudia Flörke.

Landsberg – Manchmal ist die beste Lösung so nah… Mehr als 60 Bewerber aus ganz Deutschland hatten sich für die Stelle der städtischen Abteilungsleitung „Kultur und Bildung“ interessiert, doch die offensichtlich geeigneteste Kandidatin fand sich im historischen Rathaus selbst, genauer gesagt im Kulturbüro. Mit großer Mehrheit hat sich der Stadtrat am Mittwoch für Claudia Flörke als neue Leiterin der Abteilung 5 ausgesprochen.

„Ich freue mich sehr“, betonte OB Mathias Neuner beim Pressetermin am Donnerstag. „Sie ist die Beste für diesen Job, denn sie kennt alle und verfügt über große fachliche Kompetenz.“ Mehr als 60 Bewerbungen lagen für die Stelle der Abteilungsleitung vor, die weiteste ging aus Norddeutschland ein. Daraus kamen zehn in die engere Auswahl, fünf Kandidaten wurden zu einem Vorstellungstermin eingeladen, davon wiederum drei zu einem Gespräch mit dem Stadtrat gebeten. Der votierte in nichtöffentlicher Sitzung „mit großer Mehrheit“ für Claudia Flörke.

Um ein „transparentes Verfahren“ zu gewährleisten, seien die Vorstellungsgespräche von dem „externen Moderator“ Georg Pfreimer von der Bayerischen Akademie für Verwaltungsmanagement geleitet worden, der zuvor einen detaillierten Fragenkatalog ausgearbeitet hatte. „Selbstverständ- lich“ war Claudia Flörkes Ehemann, der dritte Bürgermeister Axel Flörke, nicht an der Beratung und Abstimmung des Stadtrates beteiligt, wie Oberbürgermeister Neuner betonte.

„Claudia Flörke wird im Team der Abteilungsleiter eine große Stütze sein“, ist das Stadtoberhaupt überzeugt, denn nicht nur auf die fachliche Seite komme es an, sondern auch darauf, sich in der amtlichen Hierarchie zurechtzufinden, sich um Personalangelegenheiten und Haushaltsplanung zu kümmern. Zur Abteilung 5, die in den letzten Jahren kommissarisch von VHS-Leiterin Silvia Frey-Wegele geleitet wurde, zählen die Bereiche Volkshochschule, Bücherei, Theater, Museum und Tourismus.

Die neugewählte Abteilungsleiterin selbst war nach eigenen Worten noch „ganz überwältigt“: Sie sei „sehr froh und dankbar“, dass man mir dieses „Vertrauen entgegenbringt“. Sie habe ihre Arbeit im Kulturbüro in den letzten zweieinhalb Jahren „mit Leidenschaft“ machen dürfen und möchte die neue Aufgabe mit der gleichen Begeisterung fortführen. Sie sehe sich eher als „Unterstützerin und Koordinator“ eines sehr gut funktionierenden Teams. Inhaltlich sei es ihr wichtig, betonte Flörke, dass die vielfältige Kultur in Landsberg einen roten Faden bekomme, sodass sich das kulturelle Profil Landsbergs schärfen und sich eventuelle Konkurrenzsituationen und Terminüberschneidungen minimieren können. „Die Kultur muss sich dem gesellschaftlichen Wandel anpassen, zudem ist sie abhängig von der Stadtentwicklung“.

Außerdem möchte sie einen Kulturkalender herausbringen, der vierteljährlich erscheinen soll, zunächst für Kinder, danach allgemein. Jugendkultur, Soziokultur und kulturelle Bildung sind die Themen, die ihr besonders am Herzen liegen. Dabei lege sie mehr Wert auf Qualität statt Quantität. Große Fragen seien die Zukunft des Museums und die Einordnung der Musikschule innerhalb der Stadt. Ihre neue Stelle werde sie zunächst mit der „alten“ im Kulturbüro wahrnehmen, quasi in Personalunion und vom Magistratszimmer aus. „Dort war ich schon immer Ansprechpartner für die Kulturschaffenden, das ändert sich nicht.“ Ihr persönlicher Geschmack in Sachen Kultur? „Ich kann mich für alles begeistern."

Patricia Eckstein

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